Das America’s-Cup-Team Alinghi erzielte gestern im Rechtsstreit mit dem klagenden US-Segelteam BMW Oracle Racing einen Erfolg. Dem Obersten New Yorker Gerichtshof nach soll das Exklusivduell zwischen beiden Yachten frühestens am 12. März 2009 stattfinden.
Damit waren die Bemühungen von BMW Oracle Racing, dass noch im Oktober dieses Jahres das Duell realisiert wird, umsonst. Außerdem kann Alinghi laut Urteil entscheiden, ob der Zweikampf in Valencia oder an einem anderen Ort ausgetragen wird. Nach Ansicht von Alinghi wird das Duell nicht vor Mai 2009 möglich sein.
Das BMW Oracle Team muss sechs Monate vor Wettkampfbeginn über die Ortswahl informiert werden. “Wir begrüßen es sehr, dass das Gericht diese Angelegenheit vorantreibt und den Titelverteidiger dazu verpflichtet hat, den Austragungsort zu benennen. Wir werden den Entscheid nun genau prüfen, um unsere nächsten Schritte zu überlegen”, meinte der BMW Oracle-Sprecher Tom Ehman.
Ob der Streit nun ein Ende hat, ist zu bezweifeln. Am 5. Juni steht eine weitere Anhörung von Alinghi vor dem New Yorker Berufungsgericht an. Inhaltlich steht nun das Zertifikat für die zu bauenden Mehrrümpfer zur Debatte, dessen Inhalt die Amerikaner bestimmen dürfen.
Alinghis Anwalt Lucien Masmejan monierte sich über die Blockadepolitik der Amerikaner und ihres amerikanischen Golden Gate Yacht Clubs (GGYC): “Mehrere Fragen bleiben ungelöst. Zum Beispiel ist das Zertifikat des GGYC entscheidend, da es unklar und widersprüchlich ist. Da sich der GGYC weigert, uns die Informationen zu liefern, die in der Stiftungsurkunde verlangt werden, müssen wir den Rechtsweg weiter beschreiten”, meinte Masmejan verärgert.