Schon seit der Steinzeit ist Apnoetauchen bekannt. Damals und bis heute bestreiten Menschen damit ihren Lebensunterhalt oder betreiben Apnoetauchen als Sport.

Apnoetauchen bezeichnet das Tauchen ohne Sauerstoffflasche. Mit nur einem Atemzug halten es die Taucher unter Wasser aus und sind fasziniert vom Freiheitsgefühl. Die Tiefen, die sie dabei erreichen, sind medizinisch nicht zu erklären.
Beim Apnoetauchen schaffen es die Sportler über 170 Meter tief zu Tauchen und die Luft mehr als acht Minuten anzuhalten. In diesen Tiefen ist der Mensch allein aufgrund des Drucks eigentlich nicht in der Lage zu überleben.
Diese Extremsportart verlangt mentales Training wie keine andere. Schon ab 30 Metern Tiefe verkleinert sich das Lungenvolumen auf ein Viertel der Normalgröße. Mit Tauchübungen allein ist das nicht zu schaffen.
Die Sportler trainieren regelmäßig mit Yoga- und Atemübungen. Mit der Zeit vergrößern sie so ihre Lungenkapazität. Sie können vor dem Tauchen mehr Luft einatmen und kommen so weiter als vorher.
Doch der Sport ist nicht ganz ungefährlich. Immer wieder kommt es bei Rekordversuchen beim Apnoetauchen zu Unfällen unter Wasser. Die Französin Audrey Mestre-Ferraras starb bei dem Versuch den Weltrekord von 171 Metern zu brechen. Auch zu Schlaganfällen kann es aufgrund der belastenden Situation unter Wasser kommen.
In Japan gibt es bis heute Frauen, die ihre Familien mit dem Apnoetauchen ernähren. Die sogenannten Amas tauchen bis zu 40 Meter tief und suchen nach verschiedenen Muschelarten und nach der Kreiselschnecken, die in Japan als Delikatessen gelten. Dabei haben sie einen weißen Tauchanzug an, um Haie abzuschrecken.
Immer weniger Japanerinnen werden Amas, da ihnen der Beruf trotz der vergleichsweise hohen Bezahlung zu gefährlich ist. Die häufigste Todesursache der Amas sind Schlaganfälle unter Wasser.