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Archiv: Kanu

Kanu-EM: Gold für Zweier- und Viererkajak

Autor: Jörgen Heller
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Die deutschen Kanuten überzeugten bei der EM              ©flickr/ostrubel

Bei den Europameisterschaften der Kanuten in Mailand haben am Wochenende die deutschen Kajaks überzeugt. Die seit 2001 international ungeschlagenen Ronald Rauhe/Tim Wieskötter im Zweierkajak und der Viererkajak mit Katrin Wagner-Augustin erpaddelten sich Gold. Auch gab es dreimal Silber, viermal Bronze und das durch Max Hoff in der zwölften Bootsklasse perfekt gemachte Olympia-Startrecht.

“Wir sind auf dem richtigen Weg. In zwölf olympischen Disziplinen haben wir acht Medaillen geholt, davon zweimal Gold – damit können wir genauso wie mit dem Peking-Ticket in allen Disziplinen zufrieden sein”, erläuterte Cheftrainer Reiner Kießler. “Aber einige Sportler haben gesehen, dass zu den Siegleistungen noch einiges fehlt. Wir müssen bis Olympia noch an Kraft und Ausdauer arbeiten”, beurteilte er seine Schützlinge.

Knapp zwölf Wochen vor Olympia-Beginn zeigten Rauhe/Wieskötter ihr ganzes Können, als sie mit dem letzten Paddelschlag nach 500m noch die lange führenden Spanier abfingen. “Das war purer Kampf, ich bin total kaputt. Jetzt wollen wir in Peking unsere Siegesserie fortsetzen”, meinte Rauhe nach dem zehnten EM-Titel.

Das deutsche Vierer-Flaggschiff holte souverän Gold        ©flickr/ostrubelNach dem Gewinn mit dem Vierer-Flaggschiff holte sich Wagner-Augustin auch noch Platz zwei im Einer, wo sie mit 0,28 Sekunden knapp hinter der überragenden Ungarin Katalin Kovacs ins Ziel einfuhr. “Platz eins und zwei – wenn ich das bei Olympia auch schaffe, wäre ich hochzufrieden. Mir hat zwar die Schulter gezwickt, aber das Adrenalin hat das weggezaubert”, meinte die Olympiasiegerin.

Silber über 500m und Bronze über die doppelte Distanz erzielte das Einer-Canadier-Talent Sebastian Brendel, der als Ersatz für Olympiasieger Andreas Dittmer glänzte.

Silber erpaddelte sich auch der Männer-Viererkajak. Fanny Fischer/Nicole Reinhardt holten sich im Zweierkajak Bronze wie auch Marina Schuck im nicht-olympischen 1000-m-Einerkajak und Hoff in der gleichen Klasse.


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Kanu-EM: Bronze für Dörfler

Autor: Jörgen Heller
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Dörfler gewann in einer olympischen Disziplin Bronze                 ©flickr/Fotokisterl [enjoying life]

Bei den Kanu-Europameisterschaften in Krakau haben die deutschen Slalom-Kanuten letztes Wochenende nur eine Medaille in einer olympischen Disziplin gewonnen. Der Augsburger Vize-Weltmeister Fabian Dörfler holte sich Bronze im Kajak-Einer. Es siegte der Brite Campbell Walsh vor dem Italiener Daniele Molmenti.

Im Canadier-Zweier schrammten die Zwillinge Kay und Robby Simon um 3,8 Sekunden an Platz drei vorbei. Es gewannen die slowakischen Olympiasieger Pavol und Peter Hochschorner.

Im Canadier-Einer der Herren holte sich der slowakische Olympiasieger von 1996 Michal Martikan den EM-Titel vor Stanislav Jezek aus Tschechien und Landsmann Alexander Slafkovsky durch. Die DKV-Athleten Lukas Hoffmann und Nico Bettge verpassten als Elfter und Zwölfter knapp das Finale der besten Zehn.

Der EM-Lauf vom Slowaken Michal Martikan:

EM-Teamchef Michael Trummer war mit dem Abschneiden seiner Mannschaft, in der die fünf Olympia-Starter fehlten, trotz der mageren Medaillen-Ausbeute in den olympischen Disziplinen zufrieden. “Das Niveau ist insgesamt sehr hoch, die Leistungsdichte groß, das haben wir gerade bei den Kajak-Herren gesehen. Wenn man dazu noch in Betracht zieht, dass wir unser derzeit jeweils bestes Boot in jeder Kategorie gar nicht dabei hatten, haben sich hier alle gut verkauft”, argumentierte Trummer.

Vize-Weltmeister Dörfler wollte noch höher hinaus, aber eine Berührung brachte ihm zwei Strafsekunden und kostete Platz eins. “Die Berührung war schade, aber jedenfalls hat es wieder mal Spaß gemacht zu paddeln”, zeigte sich der Augsburger mit dem dritten Rang zufrieden.

Beim souveränen Erfolg der slowakischen Brüder Hochschorner, die die Konkurrenz mit 8,24 Sekunden Vorsprung düpierten, fuhren die Simon-Zwillinge noch vom zehnten Platz nach dem Halbfinale auf Platz vier vor. “Der zweite Lauf war richtig gut. Wir könnens also noch”, sagte Kay Simon.


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Birgit Fischer verzichtet auf Olympia

Autor: Carsten
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Eine Legende verzichtet auf ihre siebte Olympia-Teilnahme. Wie die deutsche Kanutin Birgit Fischer vor kurzer Zeit verkündete, hegt sie keinerlei Ambitionen auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2008 in Peking.

Für die erfolgsverwöhnten Kanuten kam diese Nachricht nicht überraschend, bedeutet jedoch einen kleinen Rückschlag bei den Medaillenhoffnungen. Auch wenn Birgit Fischer inzwischen 45 Jahre alt ist, konnte sie noch immer in der Weltspitze mitfahren. Die Kanutin ist auch die einzige Athletin, die bei sechs Olympiateilnahmen in Folge immer eine Goldmedaille gewann und vermutlich möchte sie diesen Rekord für die Ewigkeit nicht durch eine unvernünftige Entscheidung gefährden, denn es wäre fraglich, ob sie noch die Möglichkeiten und Fähigkeiten besäße, einen Titel bei Olympia zu erringen.

Bereits im zarten Alter von sechs Jahren kam Birgit Fischer dank ihres Vaters zum Kanusport. Karl-Heinz Fischer war auch zunächst ihr erster Trainer, bis 1970 Harald Borsig das Kommando übernahm und sie an die Spitze der DDR-Kanuten brachte. Ihre erste Goldmedaille errang Birgit Fischer 1980 in Moskau im Einer-Kajak. Der Boykott der DDR der Olympischen Spiele in Los Angeles verhinderte, das zunächst weitere Olympiasiege die Karriere der Birgit Fischer zieren sollten.

Auch von dieser Pause ließ sich die Vorzeigesportlerin nicht aus Ruhe bringen und errang 1988 in Seoul gleich zwei Gold- und eine Silbermedaille. 1992 in Barcelona und 1996 in Atlanta waren es je eine Gold- und eine Silbermedaille. 2000 in Sydney gewann sie im Kajak-Vierer und Kajak-Zweier. Der absolute Höhepunkt war aber Athen 2004, wo sie im Alter von 40 Jahren eine Goldmedaille und eine Silbermedaille mit nach Hause brachte und damit Rekorde für die Ewigkeit schuf.

Natürlich ist es immer etwas schade, wenn eine Legende ihren Rücktritt verkündet, jedoch eröffnet diese auch immer die Chance für nachrückende Athleten.


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