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Archiv: Schwimmen

Biedermann holt sensationell EM-Gold

Autor: Jörgen Heller
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Paul Biedermann knackte den 24 Jahre alten Rekord vom Albatros    ©flickr/Guido Jansen

Bei den Schwimm-Europameisterschaften in Eindhoven gewann Paul Biedermann überraschend die Goldmedaille über die 200 Freistil. Damit löschte der Deutsche in einer Zeit von 1:46,59 Minuten den 24 Jahre alten Rekord von Olympiasieger Michael Groß. Annett Gamm und Nora Subschinski sicherten sich ebenfalls Gold beim Turm-Synchronspringen. Die Olympia-Zweiten Tobias Schellenberg und Andreas Wels holten gemeinsam Silber vom Dreimeterbrett.

Mit dieser Meisterleistung schwamm der neue Europameister die Groß-Zeit von 1:47,44 Minuten vom Olympiasieg am 29. Juli 1984 in Los Angeles als ältesten deutschen Männer-Rekord in Grund und Boden. “Ich will die Peking-Qualifikation schaffen. Und dann schauen wir weiter”, äußerte sich der Hallenser in Richtung Olympia. Mit einem fulminanten Endspurt machte Biedermann aus einem Rückstand von 47/100 Sekunden bei der 150-Meter-Marke noch Gold, der Franzose Amaury Leveaux (1:46,99) wurde Zweiter. “Das hat so viel Spaß gemacht. Und auf den letzten 50 Metern ging mir nur der Rekord durch den Kopf”, meinte der Zivildienstleistende. Davor habe er sich mit den 1:47,44 von Groß nicht intensiv beschäftigt, merkte er an.

Die deutschen Synchronspringer überzeugten in Eindhoven       ©flickr/maartmeesterAnnett Gamm und Nora Subschinski bleiben Europas überragende Turm-Synchronspringerinnen. Das deutsche Siegerpaar zog mit dem letzten Sprung noch um 2,43 Zähler an ihren ukrainischen Herausforderinnen vorbei. “Die Freude ist riesengroß”, sagte die 30-jährige Gamm. elf Jahre jüngere Nora Subschinski war “so nervös wie selten. Ich dachte zwischendurch, ich brauche eine Beruhigungspille.” Die WM-Dritten siegten mit 336,63 Punkten vor den Ukrainerinnen Alina Tschaplenko/Julia Prokoptschuk (334,20).

Tobias Schellenberg und Andreas Wels verpassten vom 3-m-Brett zwar Gold, konnten sich aber mit Silber trösten. Die WM-Dritten unterlagen mit 413,94 Punkten nur den Russen Juri Kunakow und Dimitri Sautin (440,76). “Ich denke, das können wir besser”, meinte der 29-jährige Schellenberg, der sich und seinen Sprungpartner für Olympia trotz des Titelverlustes “auf dem richtigen Weg” sieht.


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EM-Silber für Fischer und Kotzian

Autor: Jörgen Heller
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Das deutschen Sprungpaar holt die erste DSV-Medaille      ©flickr/Ruud van der Lubben

Für die erste DSV-Medaille sorgten bei den Schwimm-Europameisterschaften im niederländischen Eindhoven im Synchronspringen vom Dreimeterbrett Heike Fischer und Ditte Kotzian. Das Synchronpaar aus Leipzig und Berlin bewies starke Nerven und gewann Silber. Highlight des ersten Tages war der Weltrekord der niederländischen Frauen-Staffel über 4 x 100 Meter Freistil.

Lediglich dem russischen Sprungpaar Julia Pachalina/Anastasia Posdnjakowa mussten sich die deutschen Sprungdamen knapp geschlagen geben. Die Berlinerin Kotzian zeigte sich erfreut: „Das war sehr gut, das war super.” Ihre Leipziger Partnerin Fischer meinte sogar: “Das war der erste Meilenstein auf dem Weg zu den Olympischen Spielen nach Peking.”

Nur den Russinnen musste sich Fischer und Kotzian geschlagen geben       ©flickr/Emil ReiertsenIn allen fünf Durchgängen lagen die Deutschen auf dem zweiten Rang hinter den frischen russischen Europameisterinnen. Rang Drei belegten am Ende die Ukrainerinnen Jelena Fedorowa/Alewtina Koroljowa. Für Fischer und Kotzian war es das dritte Silber nach den zweiten Plätzen bei der EM 2006 in Budapest und der WM 2007 in Melbourne.

Herausragend war am ersten Wettkampftag der EM der Weltrekord der niederländischen Frauen über 4 x 100 Meter Freistil. Mit einer Fabelzeit von 3:33,62 Minuten pulverisierten sie die alte Bestmarke des deutschen Quartetts von Budapest 2006 (3:35,22). Auch der Serbe Milorad Cavic sorgte für eine beachtliche Leistung, der schon im Halbfinale über 50 m Schmetterling Europarekord schwamm.

Unsere Schwimmer haben dagegen Anlaufschwierigkeiten in Eindhoven. Im 50-Meter-Becken war von den Deutschen nichts zu sehen. Die Finals und Halbfinals vom Dienstag liefen ohne DSV-Beteiligung ab. Fünf Monate vor Peking holt sich nur die Konkurrenz die nötige Wettkampfhärte für die 29. Olympischen Spiele. Hoffen wir, dass die DSV-Schwimmer die versilberte Leistung des Sprungpaars als Initialzündung für die restliche EM sehen.


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Schwimm-EM 2008 in Eindhoven

Autor: Carsten
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spannende Wettkämpfe ohne deutsche Athleten flickr©ninja06

Irgendwie scheinen die deutschen Schwimmer keine Lehren aus dem Desaster der zurückliegenden Weltmeisterschaft 2007 gezogen zu haben, denn ähnlich wie bei den Leichtathleten zur Hallenweltmeisterschaft in Valencia, hagelte es für den Deutschen Schwimm-Verband unzählige Absagen. Erkältungen, Krankheiten und Verletzung dienen dem Zweck der Zurückhaltung und verhindern ein frühzeitiges Aufeinandertreffen mit den internationalen Topstars der Branche.

Eigentlich ist das niederländische Eindhoven noch bis zum Ostermontag Schauplatz der kontinentalen Wettkämpfe, bei denen fast alle europäischen Nationen mit ihren Spitzenschwimmern antreten. Nur die deutschen Topathleten meiden das Wasser in Eindhoven mit dem Hinweis, dass in diesem Jahr der Fokus auf den Olympischen Spielen in Peking liegt.

Statt wie vom deutschen Sportdirektor Madsen gefordert, den Wettkampf als Herausforderung zu nutzen, um sich die nötige Wettkampfhärte anzueignen, scheuen die Schwimmer den internationalen Vergleich. Die Angst, nicht mit ansprechenden Leistungen aufwarten zu können und der Konkurrenz hinterher zu schwimmen, ist ungleich höher, als die Schwimm-EM als Standortbestimmung zu nutzen.

Bleibt nur zu hoffen, dass die deutschen Schwimmer bei den Olympischen Spielen im wahrsten Sinne des Wortes nicht Baden gehen. Kraulen sie nicht die erwarteten Medaillen nach Hause oder stellen sich dort die gewünschten Erfolge ein, kann man rückblickend sicherlich behaupten, alles richtig gemacht zu haben, dem Ansehen des deutschen Schwimmsports schadet es trotzdem.


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Rupprath macht sich Rücktrittsgedanken

Autor: Jörgen Heller
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Rupprath denkt über Rücktritt nach      ©flickr/guyomedw

Der beste deutsche Schwimmer Thomas Rupprath schwimmt nun schon seit einem Jahrzehnt in Weltklasseform durch die Becken dieser Welt. In letzter Zeit muss sich der Rostocker immer mehr quälen, um mit den jungen Schwimmern mithalten zu können. Nun denkt er über einen allmählichen Rückzug nach.

Wann Rupprath das letzte Mal in das Becken springen wird, weiß er selber noch nicht genau. „Es wird ein Abschied auf Raten. Es gibt keinen festen Event, wo ich sagen werde, jetzt ist Schluss“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Aber eines ist dem Ostdeutschen klar: „Peking werden meine letzten Olympischen Spiele sein, wenn ich mich qualifiziere.“

Mehr und mehr wird dem 31-Jährigen die Familie wichtiger. Vor allem die Geburt seines Sohnes Mick am 29. Februar hat seine Gefühle überwältigt. „Ich war dabei. Ein schöneres Erlebnis kann es fast nicht geben“, argumentierte der junge Vater glücklich. Dabei geraten sportliche Erfolge immer mehr in den Hintergrund. Sogar eine olympische Einzelmedaille übt keinen ultimativen Reiz mehr auf Rupprath aus: „Gold ist eh so weit weg wie ein Sechser im Lotto mit Superzahl.“

Kann sich Rupprath für Olympia qualifizieren?       ©flickr/guyomedwObwohl der deutsche Rücken- und Schmetterlingspezialist noch nicht sofort aufhören möchte, blickt er schon auf seine Laufbahn zurück: „Es war eine unwahrscheinlich schöne, aber auch harte Zeit mit Höhen und Tiefen.“ Bei den kommende Woche beginnenden Europameisterschaften in Eindhoven soll Rupprath für die DSV-Staffel auf Abruf eingesetzt werden. Und die Kurzbahn-WM im April in Manchester wird möglicherweise schon die letzte des achtfachen Weltrekordlers sein. Aber bei den Deutschen Meisterschaften vom 18. bis 23. April in Berlin möchte es der gebürtige Neusser dem Nachwuchs noch einmal zeigen und unbedingt das Olympia-Ticket für Peking ziehen.


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Rekordschwimmer Michael Phelps will in Peking acht Mal Gold holen      ©flickr/Jav.lo

Wieder ein Mal werden wir bei den Olympischen Sommerspielen nach dem Motto „Höher, Schneller, Weiter“ neue Materialien erleben, die neue Rekorde möglich machen sollen. Der australische Sportausrüster Speedo legte im Februar vor und präsentierte einen neuen Schwimmanzug, mit dessen Verarbeitungstechnik der Widerstand im Wasser reduziert werden soll.

“LZR Racer” wird dieses Leibchen genannt, mit dem die Topschwimmer uns Zuschauer noch schnellere Zeiten liefern wollen. Nähte, die bisher Wasserwirbel und damit Widerstand verursachten, sind nicht mehr vorhanden. Der komplette Anzug soll mit Ultraschall verschweißt sein.

Schwimmstars Michael Phelps und Grant Hackett sind begeistert vom neuen Anzug    ©flickr/vanouUS-Schwimmstar Michael Phelps, der an der Entwicklung des Anzugs beteiligt war, meinte zu dem Stück: “Ich fühle mich in dem Anzug wie eine Rakete.“ Der sechsfache Olympiasieger von Athen strebt in Peking acht Mal Gold an.

Der deutsche Weltrekordler Thomas Rupprath bezeichnet den High-Tech-Anzug als eine „Revolution“. Vorteile sieht der Rostocker vor allem in der zusätzlichen Stabilisierung der Bauchmuskulatur. Bei den Deutschen Meisterschaften, die vom 18. bis 23. April in Berlin stattfinden, möchte der 70-malige deutsche Rekordmeister das Olympia-Ticket ziehen.

Schwimmstar Grant Hackett, der bei den Spielen zum dritten Mal in Folge Gold über 1500 m Freistil gewinnen will, zeigte sich bei der Präsentation auch begeistert. “Er sieht wie ein Teil aus einem Science-Fiction-Film aus. Man gleitet stromlinienförmig durch das Wasser, als ob man mit einem heißen Messer Butter durchschneidet”, urteilte der Aussi über den “LZR Racer”.

David Robinson, der Vizepräsident des Sportartikelherstellers Speedo, erklärte zu der Entwicklung der Schwimmerhaut: “Wir haben mehrere Millionen Euro in die Entwicklung investiert, hoffen aber natürlich auch auf ein paar Weltrekorde in dem Anzug.” Die Entwicklung, die in Zusammenarbeit mit der NASA und dem australischen Sportinstitut in Canberra erfolgte, hat drei Jahre gedauert.


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Schwimm-EM ohne Steffen

Autor: Jörgen Heller
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Britta Steffen muss auf EM verzichten

Bei den Mitte März beginnenden Schwimm-Europameisterschaften in Eindhoven muss Weltrekordlerin Britta Steffen wegen einer Schulterverletzung ihre Teilnahme absagen. Das Deutsche Schwimm-Team fährt nur mit zehn Athleten in die Niederlande.

“Ich will meine Nominierung für Peking nicht gefährden”, erörterte die Schwimmerin nach ihrer Absage. Die Verletzung in der Schulter ließ sie in den letzten Wochen nur eingeschränkt im Wasser trainieren. Inzwischen ist Steffen wohl wieder schmerzfrei, aber bei ihrem Ziel, diesmal Olympisches Gold zu holen, will die Berlinerin jedes Risiko vermeiden. Nach der EM hat nun die Olympia-Qualifikation, die vom 18. bis 23. März in ihrer Heimatstadt stattfindet, oberste Priorität.

Cheftrainer Örjan Madsen des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) sieht in der Verletzung ein typisches Schwimmerleiden. Die einseitigen Belastungen einiger Muskelgruppen könnten Gründe für die leichte Entzündungen sein. Laut Madsen müsse man das Training nun genau dosieren, um nichts zu gefährden. In seinen Augen sei die Absage der EM zwar unglücklich aber mit Blick auf Olympia die einzig richtige Lösung. “Wenn nichts Neues hinzukommt, ist sie sicher wie eine Bank. Sie wird in Peking um die Medaillen mitschwimmen”, erklärte der DSV-Chef zuversichtlich, der die vierfache Europameisterin vergangenes Wochenende bei Training beobachtete.

Das deutsche Team fährt bei der vom 13. bis 24. März stattfindenden EM Britta Steffen beim EM-Sieg 2006 in Budapest mit nur noch zehn SchwimmerInnen nach Eindhoven. Nach Steffen fallen auch Nicole Hetzer (Burghausen) und Annika Mehlhorn aus Baunatal krankheits- und verletzungsbedingt aus, weshalb Madsen auf die Staffel-Meldungen bei den Frauen verzichten muss. Bei der letzten EM in Budapest hatten die weiblichen deutschen Quartette noch mit Weltrekorden Gold über 4 x 100 und 4 x 200 Meter Freistil erschwommen. Die Deutschen Männer werden in den Niederlanden über 4 x 100 Meter-Lagen an den Start gehen. Trotz angehender Vaterfreuden, will der Rostocker Thomas Rupprath am letzten EM-Tag an dieser Staffel teilnehmen.


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„Wasser-Würfel“ von Peking

Autor: Jörgen Heller
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Peking, Nationales Schwimmzentrum

Für die in knapp sechs Monaten beginnenden Olympischen Sommerspiele in Peking ist nach fünf Jahren Bauzeit ein gigantischer Schwimmkomplex vor kurzem offiziell fertiggestellt worden. Neben dem gigantischen Nationalstadion wird dieses imposante Bauwerk die zweite Haupt-Wettkampfstätte der 29. Sommerspiele sein.

In dem mit 100 Millionen Euro Baukosten teuren nationalen Schwimmzentrum werden zwischen dem 8. und dem 24. August in den olympischen Wassersportarten Schwimmen, Kunst- und Turmspringen, Wasserball sowie Synchronschwimmen 42 Entscheidungen ausgetragen. Das Aquatic-Center mit dem Spitznamen „Wasser-Würfel“, welches zu den größten Schwimmhallen der Welt zählt, soll 17 000 Zuschauern Platz bieten. Dabei sticht besonders die Optik und Technik dieses Komplexes hervor. Die Fassade wurde in einem besonderen Blauton in Form von Bienenwaben gehalten, der den Anschein erweckt, als würde Wasser sprudeln. Und allein durch Regenwasser soll sie sich selbst reinigen. Das Hallendach ist lichtdurchlässig und muss in einem sehr aufwendigen Arbeitsgang zweimal im Jahr gereinigt werden. Die Oberfläche der Arena besteht aus dem gleichen Material, welches bei der Münchener „Allianz-Arena“ verbaut wurde. Diese spezielle Folie soll Sonnenlicht und Wärme ins Innere leiten

Peking, Nationales SchwimmzentrumDer „Wasser-Würfel“ wurde vom 1. bis 5. Februar beim Olympiatest einer ersten Bewährungsprobe ausgesetzt, wo sich die deutschen Schwimmer mit den neuen Bedingungen in Peking vertraut machen konnten. Denn die Hoffnung ruht auf der ersten Goldmedaille seit 16 Jahren für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV). Laut Örjan Madsen, dem Sportdirektor des DSV, sollen unsere Athleten in der Arena vier bis fünf Mal Gold gewinnen.

Die deutschen Schwimm-Asse werden sich während der Olympischen Spiele im Aquatic-Center an ungewöhnliche Startzeiten einstellen müssen. Die Finals werden um 10.00 Uhr Pekinger Zeit (4.00 Uhr MESZ) ausgetragen und die Vorläufe sollen am Tag zuvor um 18.30 Uhr Ortszeit (12.30 Uhr MESZ) stattfinden.


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Weltrekordwoche im Schwimmen

Autor: Carsten
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Schwimmevent ©ninja06

An diesem Wochenende fielen gleich zwei Weltrekorde. Der australische Schwimmer Eamon Sullivan verbesserte seine alte Bestmarke über 50 Meter Freistil auf 21,56 Sekunden. Währenddessen sorgte Kirsty Coventry über die 200 Meter Rücken mit 2:06,39 Minuten für einen neuen Weltrekord.

Der 22jährige Australier Eamon Sullivan ist ein Spezialist für die kurzen Freistil-Distanzen und er trat erstmals bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen in Erscheinung. Mit der australischen Staffel belegte der damals 18jährigen einen Schwimmen ©ninja06respektablen sechsten Rang. Inzwischen hat er sich dahingehend entwickelt, dass er bei den diesjährigen Olympischen Spielen in Peking als der große Favorit gilt. Zuvor war Sullivan schon im Besitz des Weltrekordes gewesen. Bei der Weltmeisterschaft 2007 konnte er zusammen mit der 4×100 Meter Lagenstafffel die Goldmedaille erringen.

Kirsty Coventry ist die erfolgreichste Schwimmerin ihres Heimatlandes Simbabwe. Sie gewann als erste Sportlerin ihres Landes eine Goldmedaille in einer Einzeldisziplin bei den Olympischen Spielen. In Athen konnte die 25jährige die Goldmedaille über die 200 Meter Rücken erkämpfen. Zudem gewann sie noch Silber über 100 Meter Rücken und Bronze über die 200 Meter Lagen. Die Basis für ihren Erfolg legte Coventry mit ihrem Wechsel in die USA. Dort fand sie hervorragende Trainingsbedingungen vor und konnte sich im Laufe der Zeit in der Weltspitze etablieren. Der Weltrekord in ihrer Paradestrecke ist die momentane Krönung ihrer Karriere. Natürlich möchte sie bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking weitere Medaillen in ihre Sammlung aufnehmen.


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