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Archiv: Segeln

America’s Cup: Alinghi erzielt Teilerfolg

Autor: Jörgen Heller
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Alinghi erzielt einen Teilerfolg im Rechtsstreit gegen BMW Oracle          ©flickr/stadtwanderer/randonneu r_urbain

Das America’s-Cup-Team Alinghi erzielte gestern im Rechtsstreit mit dem klagenden US-Segelteam BMW Oracle Racing einen Erfolg. Dem Obersten New Yorker Gerichtshof nach soll das Exklusivduell zwischen beiden Yachten frühestens am 12. März 2009 stattfinden.

Damit waren die Bemühungen von BMW Oracle Racing, dass noch im Oktober dieses Jahres das Duell realisiert wird, umsonst. Außerdem kann Alinghi laut Urteil entscheiden, ob der Zweikampf in Valencia oder an einem anderen Ort ausgetragen wird. Nach Ansicht von Alinghi wird das Duell nicht vor Mai 2009 möglich sein.

Das BMW Oracle Team muss sechs Monate vor Wettkampfbeginn über die Ortswahl informiert werden. “Wir begrüßen es sehr, dass das Gericht diese Angelegenheit vorantreibt und den Titelverteidiger dazu verpflichtet hat, den Austragungsort zu benennen. Wir werden den Entscheid nun genau prüfen, um unsere nächsten Schritte zu überlegen”, meinte der BMW Oracle-Sprecher Tom Ehman.

Ob der Streit nun ein Ende hat, ist zu bezweifeln. Am 5. Juni steht eine weitere Anhörung von Alinghi vor dem New Yorker Berufungsgericht an. Inhaltlich steht nun das Zertifikat für die zu bauenden Mehrrümpfer zur Debatte, dessen Inhalt die Amerikaner bestimmen dürfen.

Alinghis Anwalt Lucien Masmejan monierte sich über die Blockadepolitik der Amerikaner und ihres amerikanischen Golden Gate Yacht Clubs (GGYC): “Mehrere Fragen bleiben ungelöst. Zum Beispiel ist das Zertifikat des GGYC entscheidend, da es unklar und widersprüchlich ist. Da sich der GGYC weigert, uns die Informationen zu liefern, die in der Stiftungsurkunde verlangt werden, müssen wir den Rechtsweg weiter beschreiten”, meinte Masmejan verärgert.

Vorstellung des Alinghi-Teams:

 

 


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America’s Cup: Team Alinghi spielt auf Zeit

Autor: Jörgen Heller
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Alinghi reichte beim Berufungsgericht ein Gesuch ein         ©flickr/vicenmm

Beim America’s Cup herrschen nicht endende Rechtsstreitigkeiten. Der Schweizer Cup-Verteidiger Alinghi will eine Eilentscheidung des Obersten New Yorker Berufungsgerichts erzwingen und damit eine Austragung des Duells mit Herausforderer BMW Oracle Racing noch in diesem Jahr verhindern.

Alinghi reichte am Montag beim Berufungsgericht ein Gesuch ein, wonach die bisherigen Entscheidungen des New Yorker Richters Herman Cahn überprüft und gegebenenfalls revidiert werden.

Am 17. März hatte der Oberste New Yorker Gerichtshof BMW Oracle Recht gegeben und für den 33. America’s Cup einen Wettkampf zwischen Alinghi und den Amerikanern festgelegt. Alle anderen Herausforderer wurden von der nächsten Auflage des Rennens ausgeschlossen. Bis jetzt warten beide Teams auf einen Termin für das Duell. Und jetzt reichte Alinghi auch noch den Antrag auf Eröffnung eines eiligen Berufungsverfahrens ein.

Team Germanys Sportchef Jochen Schümann sieht Oracle weiter voraus         ©flickr/go4image.comEs ist nicht zu übersehen, dass die Schweizer auf Zeit spielen. Der US-amerikanische Gegner wollte das Duell bereits im Oktober 2008. Das Team Alinghi sieht sich nicht vor Mai 2009 dazu gerüstet.”Oracle ist Alinghi offenbar so weit in den Vorbereitungen voraus, dass Alinghi bei einem Duell noch in diesem Jahr chancenlos wäre”, erklärte Team Germanys Sportchef Jochen Schümann.

Nun schöpfen die ausgeschlossenen Teams neue Hoffnung. Sie spekulieren, dass die Berufung möglicherweise zu einer völligen Revision des Urteils führen und doch noch zu einem konventionellen America’s Cup mit allen Jachten kommen könnte. Daran glaubt aber Schümann nicht: “Wer dran glauben mag, soll das tun. Wir bleiben lieber realistisch.“

BMW Oracle Racing will noch dieses Jahr das Duell       ©flickr/Marta S. GufstassonIn einer Pressemitteilung des Golden Gate Yacht Clubs, der BMW Oracle Racing vertritt, teilte Teamsprecher und Rechtsberater Tom Ehman mit: “Unglücklicherweise unterstreicht das Berufungsgesuch nur ihre (Alinghis) Präferenz, seit Tag eins alles zu tun, um ein Duell auf dem Wasser zu vermeiden.” Alinghis Anwalt Lucien Masmejan schlug gleich zurück: “Wir wollen einfach nur ein faires Rennen auf Augenhöhe. Das ist in 2008 unmöglich.”


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Segeln: Team Germany wird aufgelöst

Autor: Carsten
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Segelregatta flickr©honigbrotpause

Die Querelen der beiden großen Konkurrenten Alinghi und BMW Oracle haben inzwischen eine Austragung des America´s Cup im üblichen Turnus unmöglich gemacht. Die zusätzliche Klage von Team New Zealand gegen Allinghi wegen einer Schadensersatzforderung hat die Probleme noch weiter verstärkt, so dass man bei den Sponsoren des Team Germany zu dem Entschluss gekommen ist, das gesamte Team zum 31. März aufzulösen.

Die drei Hauptsponsoren United Internet, die Audi AG und Porsche Consulting sehen keinen Sinn ein Team zu erhalten, für welches es in naher Zukunft keine Verwendung geben wird. Sportchef Jochen Schümann, immerhin Olympiasieger und zweimaliger Sieger des Americas Cup, zeigte sich von dieser Entscheidung enttäuscht: „Ich bin nicht ohne Verständnis für die Entscheidung, aber es ist natürlich hart, ohne Training und Entwicklung weiter nach vorne zu kommen. Die Entscheidung unserer Partner ist verständlich, aber nicht richtig und natürlich für uns als Team schwer zu akzeptieren.”

Allerdings hielten sich die Sponsoren die Möglichkeit offen, bei möglichen zukünftigen Projekten mit an Bord zu sein. Ein ähnliches Projekt wollen die Mannen rund um Jochen Schümann noch ins Leben rufen – eine Grand-Prix-Serie in mehreren europäischen Hafenstädten. Wenn es also möglich ist, die notwendigen Personen dafür zu begeistern, können Segelsport-Fans ein ähnliches Event wie den 2006 vor Kiel ausgetragenen German Sailing Grand Prix erwarten.


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33. America´s Cup wird verschoben

Autor: Carsten
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Segeln ©Delgoff

Der für den Sommer 2008 in Valencia geplante America´s Cup wird vermutlich auf das Jahr 2011 verschoben. Hintergrund für die Verschiebung ist der schwelende Rechtsstreit zwischen dem Siegerteam von 2007 Alinghi und dem größten Konkurrenten BMW Oracle Racing.

Da man beabsichtigt, den 33. America´s Cup im selben Format auszutragen wie den vergangenen, mit Vorregatten und Herausforderer-Runde, wird der Zeitplan für die Organisatoren einfach zu eng. In einer Stellungnahme hieß es: „Die aktuelle Unsicherheit mit Blick auf die Zukunft löst die Entscheidung zur Verschiebung aller Pläne aus, den America’s Cup 2009 auszutragen”. Den Cup bereits 2010 zu veranstalten, würde aufgrund der dann gleichzeitig stattfindenden Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika beim öffentlichen Interesse zu Verlusten führen.

Durch die Klage von BMW Oracle Racing kann es zu konfusen Konstruktionen kommen. Erhält Titelverteidiger Alinghi recht, kann der America´s Cup wie geplant 2009 vor Valencia stattfinden oder BMW Oracle verhindert dies durch eine weitere Berufungsverhandlung. Sollte jedoch die Entscheidung zugunsten von BMW Oracle Racing fallen, würde Alinghi auf eine Berufung verzichten und es zu einem Exklusiv-Duell der beiden Kontrahenten kommen, bei dem dann Katamarane eingesetzt werden.

Der andauernde Rechtsstreit ist auch eine Belastung für das Team Germany. Das Team hatte beim Cup im vergangenen Jahr vollkommen enttäuscht, hatte aber gleich nach dem Ende mit der Entwicklung eines neuen Bootes begonnen. Nun scheint der Entwicklungsvorsprung endgültig dahin zu schmelzen und außerdem entstehen weitere Kosten, die beim Team von Sportdirektor Jochen Schümann nicht eingeplant wurden. Eine endgültige Entscheidung lässt aber weiterhin auf sich warten.


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