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Deibler holt in Rekordzeit DM-Titel

Autor: Jörgen Heller
abgelegt in: Schwimmen

Bis jetzt haben sich 15 von 32 Athleten für Olympia qualifiziert

Bei den Deutschen Schwimm-Meisterschaften in Berlin gewann am Montag Steffen Deibler über 100 Meter Freistil in 48,55 Sekunden. Damit stellte der Biberacher einen neuen deutschen Rekord auf und qualifizierte sich für Olympia. Harte Kritik musste Britta Steffen wegen ihrem Verzicht auf die 200 Meter einstecken.

“Das musste aber auch sein”, erklärte Deibler nach seinem Triumph zu Recht, denn die Olympia-Norm lag in 48,87 Sekunden eine Hundertstel unter der alten Bestmarke von Marco di Carli. Leider verpasste der zweitplatzierte Paul Biedermann in 49,27 Sekunden die Olympia-Norm.

Auch verfehlte Nina Schiffer über 200 Meter Schmetterling als Siegerin in 2:09,49 Minuten die Richtzeit für Peking wie auch Marco Koch in 2:13,74 Minuten über 200m Brust. Damit sind 15 von 32 möglichen Olympia-Tickets nach vier von sechs Tagen gebucht. Deutschlands Schwimmstar Thomas Rupprath verpasste über die nicht-olympischen 50 Meter Rücken seinen eigenen deutschen Rekord in 24,83 Sekunden nur um drei Hundertstel. Über 50 Meter Schmetterling siegte Silke Lippok in 27,08 Sekunden.

Britta Steffens Absage sorgt für reichlich Diskussionsstoff      ©flickr/guyomedwBei der Olympia-Qualifikation der deutschen Schwimmer sorgte vor allem die Absage von Steffen über die 200m, der auch ein Verzicht auf die olympische Staffel einschließen würde, für reichlich Diskussionsstoff. “Ich finde es inzwischen fast eine Frechheit”, argumentierte Annika Lurz Steffens Absage an die Staffel. “Ich will ihr nichts Böses unterstellen, aber ich finde es unfair den anderen gegenüber. Ich denke, es sollte auch eine Ehre sein, für Deutschland zu schwimmen, vor allem in der Staffel”, meinte Lurz weiter.

Doch für Steffen steht ihre Entscheidung fest: “Ich werde die 200-Meter-Staffel definitiv nicht schwimmen.” Sie möchte sich ihre Chance, olympisches Gold über 100 Meter Freistil zu holen, nicht verbauen. Den Vorwurf des mangelnden Teamgeists streitet Steffen ab. Im Fall der Qualifikation habe die Berlinerin in Peking über 50 und 100 Meter Freistil sowie mit Sprint- und Lagenstaffel zehn Rennen zu bestreiten. “Ich bin keine Maschine”, verteidigte sich Steffen.


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