Autor: Jörgen Heller
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Rudern

Drei Monate vor dem Saisonhöhepunkt bei den Olympischen Spielen kam das Paradeboot des Deutschen Ruder-Verbandes (DRV) beim Weltcup-Auftakt in München letztes Wochenende nicht über einen vierten Rang hinaus.
Bei schwierigen Windbedingungen und durch den verletzungsbedingten Ausfall von Jochen Urban (Krefeld) fuhr unser Deutschland- Achter hinter den Booten aus Australien, Großbritannien und China ins Ziel ein. “Das Wochenende ist für uns chaotisch verlaufen. Dabei haben wir uns für diese Saison hohe Ziele gesetzt”, meinte Schlagmann Bernd Heidicker (Herne). “In einer Olympiasaison werden alle schnell nervös, aber wir müssen jetzt ruhig bleiben”, meinte der Schlagmann weiter.
Dagegen ließ das Duo Berit Carow (Hamburg) und Marie-Louise Dräger (Rostock) der Konkurrenz im leichten Doppelzweier in eindrucksvoller Manier keine Chance. Beide Doppelvierer, der Männer-Doppelzweier und der Zweier ohne Steuerfrau erzielten insgesamt vier zweite Ränge. DRV-Sportdirektor Michael Müller bilanzierte: “In der Breite ist ein ganz anderes Leistungsvermögen erkennbar als im Vorjahr. Aber es gibt noch Reserven nach oben.”
Auch Marcel Hacker war mit seiner Leistung nicht zufrieden, der im Einer-Finale nur Rang fünf belegte. Das hochkarätig besetzte Rennen dominierte der Brite Alan Campbell. Die deutliche Niederlage macht den Deutschen Meister aber nicht fertig: “Bei dem Wind interessiert mich das nicht die Bohne.” Hacker machte den starken Seitenwind, wie auch der Achter, für das schlechte Abschneiden verantwortlich, der die Starter auf den von der Tribüne weiter entfernten Bahnen benachteiligte.
Besonders die Chinesen sorgten in München für Aufsehen. Mit insgesamt drei Siegen zeigten sie, dass sie in der Sportart Rudern möglichst viele Medaillen gewinnen wollen.
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