Profischwimmer Hendrik Feldwehr musste sich über die 50 Meter Brust bei der WM in Rom einem starken Schwimmerfeld auf den ersten drei Plätzen geschlagen geben. Der 23-jährige konnte seine Europabestzeit aus der Halbfinalsrunde mit 26,83 Sekunden leider nicht wiederholen und schwamm hinter dem Südafrikaner Cameron van der Burgh, mit erneutem Weltrekord von 26,67 Sekunden, dem Brasilianer Felipe Silva und Mark Gangloff aus den USA ins Ziel.
Einen Tag nach dem Triumph von Paul Biedermann über Michael Phelps hat Hendrik Feldwehr bei der WM in Rom eine weitere Medaille für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) als Vierter über 50 Meter Brust knapp verpasst.
Der Essener Profischwimmer blieb als Halbfinal-Zweiter in 26,83 Sekunden noch unter der alten Weltrekordzeit von Cameron van der Burgh. Der Südafrikaner war am Ende aber mit 26,74 Sekunden der Schnellere und schwamm einen neuen Weltrekord. Hendrik Feldwehr galt nach seinem Halbfinalssieg als Mitfavorit für eine Medaille und ließ den DSV in wahre Freudenschreie ausbrechen, doch wie es schien hatte van der Burgh sich seine vollen Kraftreserven bis zuletzt aufgespart. Feldwehr verpasste den Einzug auf das Treppchen und damit seine Chance auf eine Bronzemedaille nur ganz knapp um neun Hundertstel Sekunden.
Trotzdem hat Hendrik Feldwehr ‘alles richtig gemacht’, wie er selbst sagt. Vor einem Jahr hat der Schwimmer der SSG Bremen/Bremerhaven seine Sachen gepackt, um in Duisburg zu studieren und als Mitglied der SG Essen seine sportliche Laufbahn voranzubringen. Keine zwölf Monate später ist der gebürtige Bremerhavener zu Deutschlands bestem Brustschwimmer auf den Kurzstrecken avanciert. Die WM in Rom ist seine erste Weltmeisterschaft und somit ist ein nur knapp verpasster dritter Platz trotzdem ein außerordentlicher Durchschnitt für den jungen Erfolgssportler.