Schwimmerin Nadine Reichert hat eine Sehschwäche. Leider wurde ihr diese jetzt bei der Schwimm-EM in Budapest zum Verhängnis. Nach dem Start im Zeitrennen über fünf Kilometer schwamm sie zunächst in die falsche Richtung. Am Ende gabs Platz fünf.
Schwimmer tragen keine Brille, zumindest nicht beim Wettbewerb. Doch was tun, wenn nun einmal die Optik nicht stimmt?
Bei der Schwimm-EM in Budapest hat DSV-Schwimmerin Nadine Reichert den fünften Platz geholt. Das ist eine gute Nachricht, allerdings hätte sie auch viel weiter vorne landen können, wenn sie keine Sehschwäche gehabt hätte. Nadine Reichert hat eine Sehschwäche von 8,5 Dioptrien und ist nach dem Start zunächst in die falsche Richtung geschwommen.
Im fünft Kilometer Zeitschwimmer der Frauen ist Nadine Reichert die ersten 50 Meter in eine andere Richtung als ihre Konkurrentinnen geschwommen. Die verlorene Zeit konnte sie am Ende nicht mehr herausschwimmen.
„Die Bojen sind hier leider nicht so groß, zudem war es im Plattensee recht wellig. Deshalb konnte ich mich schlecht orientieren. Das hat etwa 15 Sekunden gekostet”, sagte Reichert dem Sport Informations-Dienst (SID). „Leider federn die Kontaktlinsen die Sehschwäche nur etwas ab.“
Innerhalb der nächsten drei Wochen wolle sie sich deshalb operieren lassen, so Reichert. „Die Augen werden gelasert. Der Arzt hat gesagt, dass danach die Sehfähigkeit wieder bei 100 Prozent liegen wird“. Am Ende schwamm Nadine Reichert auf Platz fünf. Gold holte die Russin Jekaterina Seliwerstowa.