Die deutschen Wasserballer haben sich im olympischen Turnier in Peking knapp gegen den Gastgeber durchsetzen können. Bundestrainer Hagen Stamm zeigte sich sauer nach der Zitterpartie.
„Das war ein grottenschlechtes Spiel, und nun bin ich überglücklich, dass wir dieses schlechte Spiel auch noch gewonnen haben“, meinte der Coach aus Berlin nach dem 6:5 (0:2, 5:2, 0:0, 1:1) gegen China. „Von dem, was wir uns vorgenommen hatten, haben wir heute höchstens 20 Prozent umgesetzt. Das war Aufbauhilfe für Chinas Wasserballsport“, erklärte Stamm weiter.
Zwei Tage nach der 7:11-Niederlage gegen Serbien schöpfte das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) nicht alle spielerischen Möglichkeiten aus. Beste Werfer waren Marko Savic von den Wasserfreunden Spandau 04 und Thomas Schertwitis (Kasan) mit jeweils zwei Treffern.
„Wir sind nun im Turnier angekommen, aber jetzt haben wir drei Hammerspiele. Das wird ein ganz hartes Geschäft“, sagte Schertwitis. Dank Torhüter Alexander Tchigir, der drei Galnzparaden zeigte, konnte der knappe Sieg errungen werden. Nach dem Spiel fügte der Coch hinzu, dass nun andere Seiten aufgezogen werden: „Jeder weiß, dass ich kein Freund netter Worte bin.“
Nach zwei von fünf Vorrundenpartien befinden sich die deutschen Wasserballer in der Gruppe B mit zwei Punkten auf Platz vier. Um ins Viertelfinale einzuziehen, istRang drei nötig. Als nächste Hürde wartet Tabellenführer Kroatien.