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Olympia 2008: Deutschland-Achter enttäuscht erneut

Autor: Jörgen Heller
abgelegt in: Rudern

Wollen bei Olympia unbedingt eine Medaille holen     ©flickr/Michi B

Der Deutschland-Achter war wie beim Weltcup-Auftakt in München auch auf der Internationalen Wedau-Regatta auf Formsuche. Das Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes (DRV) hat wieder gegen die Konkurrenz aus China verloren.

Eine knappe Bootslänge kam der Vizeweltmeister hinter dem Olympia-Gastgeber ins Ziel und verpasste damit die Revanche. “Wir haben jetzt keine Zeit mehr zu verlieren, dürfen aber nicht in Panik und Aktionismus verfallen”, meinte Trainer Dieter Grahn mit Blick auf die Olympischen Spiele.

Nach dem ersten schwachen Abschneiden in München hatte sich Grahn für eine neuerliche Umbesetzung entschieden. Doch die Rückkehr der Routiniers Stephan Koltzk (Essen) und Jörn Dießner (Dresden) zeigte keine große Wirkung. “Es fehlt noch immer an Aggressivität”, sagte Grahn. “Wir haben die Chinesen heute vor uns hergetrieben”, meinte er weiter.

Hacker kam mit den Witterungsverhältnissen nicht klar          ©flickr/rowing for the massesKnapp drei Monate vor Peking ist noch immer nicht erkennbar, wie der Achter eine Medaille gewinnen soll. “Unser Problem ist es, dass noch zu viele Schwankungen da sind”, erörterte der Trainer, der auf weitere Umbesetzungen vorerst verzichten will. Grahn ist aber voller Zuversicht, dass seine Schützlinge schon beim Weltcup am Wochenende auf dem Rotsee in Luzern einen ersten Achtungserfolg erzielen werden.

Marcel Hacker fand dagegen in Duisburg zu seiner Erfolgslinie zurück. Mit einem Doppelsieg am Samstag und Sonntag machte der deutsche Einer-Meister aus Frankfurt/Main den enttäuschenden fünften Rang beim Weltcup in München wett. “Ich habe wichtige Erfahrungen für die restlichen beiden Weltcups gesammelt”, meinte Hacker.


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