Die Brüder Jan-Peter und Hannes Peckolt haben bei der olympischen Segel-Regatta in der Bucht vor Qingdao Bronze für Deutschland gewonnen. In der 49er-Klasse mussten sie sich nur den Dänen Jonas Warrer/Martin Ibsen und Iker Martinez und Xabier Fernandez aus Spanien geschlagen geben.
Nach einem strapaziösem und von Kenterungen geprägten Finale und einer folgenden Protest-Welle an Land konnten sich Jan-Peter und Hannes Peckolt in Qingdao endlich über ihre verdiente Bronzemedaille in der 49er-Klasse freuen. Die Kieler sorgten mit ihrer Leistung für das erste olympische Edelmetall für den Deutschen Segel-Verband (DSV) seit den Spielen in Sydney 2000. Ulrike Schümann schrammte gestern mit ihrer Crew mit Rang vier an einer Medaille vorbei.
“Das war bis jetzt einer der schönsten Tage in unserem Leben” erklärte Hannes Peckolt. ” Es war nicht nur alles schön da draußen, es war kein Zuckerschlecken”, meinte er weiter. Fast alle zehn Teilnehmer kenterten bei stürmischen Winden um 25 bis 30 Knoten und hohem Wellengang mindestens einmal.
“Wir wussten im Ziel nicht, welchen Platz wir belegt haben und wie die anderen durchgekommen sind”, resümierte der Medizinstudent. Bei der spektakulären Kenter-Show hielten die Zuschauer an Land und an den Fernsehbildschirmen den Atem an. Der Chef des deutschen Segel-Teams Hans Sendes erinnerte sich: “Ich habe mich selbst erschrocken, als ich meine zitternden Finger sah.” Die beiden deutschen 49er-Spezialisten kenterten nur einmal und kämpften sich als Zweite über die Ziellinie. Im Gesamtklassement hieß es am Ende Bronze für Deutschland.