Den olympischen Segel-Regatten droht in der Bucht von Qingdao eine stürmische Zeit während der Spiele. Laut dem Pekinger Wetteramt haben die für den August vorhergesagten Wirbelstürme auch Auswirkungen auf das olympische Segelrevier.
Nach Prognosen rechnet das Amt mit zwei bis drei Taifunen im Olympia-Monat. Der Sportdirektor des Deutschen Segler-Verbandes (DSV), Hans Sendes, äußerte sich positiv gegenüber der Deutschen Presse-Agentur dpa: „Wenn die 300 bis 400 Kilometer von hier vorbeiziehen, haben wir genau den Wind den wir haben wollten.“
Nur wenn ein Taifun genau über Qingdao wütet, könnten die Regatten nicht ausgetragen werden. Bereits in der vergangenen Woche gab es eine Taifunwarnung in Qingdao. „Dann kam es aber doch nicht so schlimm“, meinte Sendes, nach dessen Ansicht starke Stürme kein wirkliches Problem darstellen: „Es gibt ja ein Windlimit.“ Grenzwerte sind Windgeschwindigkeiten von 3 bis 20 Meter/Sekunde. Genau vor einem Jahr musste eine Testregatta und weitere Rennen in Qingdao wegen einer hartnäckigen Flaute abgesagt werden.
Am Wochenende traf fast das gesamte deutsche Segler-Team in Qingdao ein. „So ideale Bedingungen haben wir noch nicht erlebt“, schilderte Sendes seine ersten Eindrücke. Auch die schwere Algenplage, die im Juni das Training von olympischen Teams aus 30 Ländern behinderte, wurde beseitigt. „Die Segler sagen, das hat sich erledigt“, meinte der Sportdirektor abschließend.