Wassersport

Nicht nur für Wasserratten
 


Orientierungstauchen – Eine anstrengende und anspruchsvolle Tauchsportart

Autor: Carsten
abgelegt in: Tauchen

Zum Orientierungstauchen bedarf es sehr viel technisches Verständnis und vor allem Ausdauer. Die Sportart, welche auch als Leistungssport betrieben wird, ist bisher noch recht unbekannt.

Ihren Ursprung hat das Orientierungstauchen, welches Elemente vom Orientierungslauf und Tauchen vereint, in der UdSSR. Bereits in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts fanden dort erste Wettkämpfe statt. Dennoch führt diese Sportart ein Schattendasein und wird hauptsächlich als Amateursport betrieben. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die Publikumsfreundlichkeit der Sportart lässt doch sehr stark zu wünschen übrig. Außer einer Sicherheitsboje bekommt der Zuschauer nichts zu Gesicht.
In Russland betreiben dennoch einige das Orientierungstauchen als professionelle Sportart, weshalb sie am meisten auf internationalen Wettbewerben vertreten sind und die Weltrekorde für sich verbuchen können.
In Deutschland wird der Sport vor allem von Vereinen in Ostdeutschland betrieben. Die Tauchvereine organisieren hier häufig kleinere private Wettbewerbe.

Die Regeln beim Orientierungstauchen

Zu Beginn eines Wettkampfes erhält der Taucher eine Karte mit dessen Hilfe er sich im Wasser orientieren muss. Er muss dabei innerhalb eines Zeitlimits jede der darin eingezeichneten Bojen erreichen und zur Bestätigung einmal kräftig an ihnen ziehen. Findet der Taucher die Bojen nicht auf Anhieb, so kann er einen bestimmten Suchkurs schwimmen. Schafft er es dennoch nicht alle Bojen innerhalb der vorgegebenen Zeit zu erreichen, so scheidet er entweder aus dem Wettbewerb aus oder bekommt nur die bereits erreichten Bojen angerechnet. Die oberste Grundregel ist jedoch, dass der Sportler nach dem Start mit keinem Ausrüstungsgegenstand aus dem Wasser herausragen darf. Die einzige Ausnahme bildet dabei natürlich die Sicherheitsboje.

DieseTauchsportart benötigt eine besondere Ausrüstung

Neben den normalen Tauchausrüstungsgegenständen wird zum Orientierungstauchen ein sogenanntes OT-Gerät benötigt, welches sowohl eine Pressluftflasche und einen Kompass, als auch einen Meterzähler beinhaltet. Der Sportler schiebt das OT-Gerät während eines Tauchganges vor sich her um den Wasserwiederstand so gering wie nur möglich zu halten. Seinen Antrieb bekommt der Taucher durch eine Monoflosse, die er mit delfinartigen Bewegungen des Körpers bewegt. Des Weiteren zieht der Taucher eine Boje mit sich. So können die Juroren in einem Wettkampf zum einen immer die Position des Teilnehmers erkennen, ihn zum anderen aber auch in Notsituationen bergen oder nach abgelaufenem Zeitlimit vom Parcours entfernen.


verwandte Beiträge

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Kommentar schreiben