Schwimm-Star Thomas Rupprath hat seine Karriere beendet. Ende letzten Monats verabschiedete sich der 33 -jährige Wahl-Rostocker still und leise vom Schwimmbecken. Er will sich künftig mehr um seine Familie und um sein Sportstudio kümmern.
Thomas Rupprath war mit 1,83 Metern ein verhältnismäßig kleiner Schwimmer, aber stets sehr erfolgreich. „Ruppi“ wurde unglaubliche 77 Mal deutscher Meister und gewann 58 internationale Medaillen.
„Ich habe ein bisschen den Reiz verloren. Es ist außerdem nicht ganz einfach, sich als 33-Jähriger mit zehn Jahre jüngeren Leuten zu messen“, sagte Thomas Rupprath kurz nach der Verkündung seines Karriereendes. Der gebürtige Neusser lebt zusammen mit seiner Frau Urte, Tochter Elisabeth (17) und Sohn Mick Barron (2) seit Jahren in Rostock und will sich zukünftig mehr um sie kümmern.
Außerdem will sich Thomas Rupprath seinem Sport- und Fitnessstudio in Rostock widmen, aber Schwimmtrainer werden will er nicht. „Ich bin dafür wahrscheinlich zu ungeduldig, obwohl mir vor allem die Arbeit mit Kindern viel Spaß machen würde“, sagte Rupprath.
Seinen letzten Titel holte er im Dezember 2009 bei der Kurzbahn-EM in Istanbul. Über 50 Meter Rücken und der Lagenstaffel holte den zweiten Platz. Bei Olympia 2000 in Sydney und 2004 in Athen holte er jeweils mit der Lagenstaffel Bronze und Silber. 2003 wurde er Weltmeister über 50 Meter Rücken. Von 1996 bis 2009 holte er bei jeder Kurzbahn-EM mindestens eine Medaille.
„Im Moment vermisse ich es nicht. Ich bin komplett zufrieden mit dem, was ich erreicht habe“, sagte Thomas Rupprath, der im nächsten Jahr für den Sportsender Eurosport als Co-Moderator arbeiten und die Olympischen Spiele in London begleiten wird.