DSV sperrt Schwimmerin Sonja Schöber wegen Dopingverdachts für ein Jahr. Wegen auffälliger Testosteronwerte wurde die frühere deutsche Meisterin Schöber für ein Jahr rückwirkend gesperrt.
Alle sportlichen Aktivitäten der deutschen Meisterin im Schwimmen von 2007 sind seit November letzten Jahres auf Eis gelegt. Dopingvorwürfe standen im Raum und Sonja Schöber beteuerte stets ihre Unschuld. Jetzt verkündete der DSV das Urteil im Fall Schöber, ein Jahr Sperre, rückwirkend.
„Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Ich werde seit zwölf Jahren regelmäßig untersucht. Noch nie hat es bei mir Auffälligkeiten gegeben. Ich will mithelfen, dass die Sache schnell und sauber aufgeklärt wird“, sagte Schöber vor einem halben Jahr. Als der Dopingverdacht bekannt gegeben worden war, durfte Sonja Schöber nicht mehr bei Wettkämpfen starten.
Über das wie und warum der auffällige Testosteron- bzw. Epi-Testosteronwerte konnte sie damals nur spekulieren. „Ich bin im Trainingslager nicht nur geschwommen, sondern auch sehr viel gelaufen, weil ich mein Körpergewicht reduzieren wollte, habe abends keine Kohlehydrate, sondern nur noch Eiweiß gegessen und fünf bis sechs Kilo abgenommen“, verteidigte sie sich. Allerhöchstens hätte der Nahrungsergänzungsshake unrein sein können, denn „das soll ja mal vorkommen“, hieß es.
Das Anti-Doping- Schiedsgericht des DSV in Kassel belegte die Schwimmerin nun mit einer rückwirkenden Dopingsperre für ein Jahr. „Wegen des positiven Befundes“, bestätigte DSV-Vizepräsident Recht, Anselm Oehlschlägel. Sonja Schöber hat auf die ihr zustehende Öffnung der B-Probe verzichtet und nahm den Spruch des Schiedsgerichtes an. Der Fall ist damit abgeschlossen.
Sonja Schöber ist Mitglied des Perspektivkaders für Olympia 2012 in London. Wegen der Dopingsperre bis zum 6. November 2010 darf sie bei ihrem persönlichen Saisonhöhepunkt, der Schwimm-EM vom 4. bis 15. August in Budapest, nicht teilnehmen.