Bei der Segelregatta Louis Vuitton Trophy ist das deutsch-französische Team All4One ausgeschieden. Die Crew um Jochen Schümann unterlag im entscheidenden Duell dem italienischen Team Azzurra und verpasste den Einzug ins Halbfinale.
Vor der Küste Aucklands/Neuseeland startete in der vergangenen Woche die Austragung der Louis Vuitton-Regatta. Sie ist damit Teil der „Louis Vuitton Pacific Series“ für Profi-Crews der Weltsegelteamvereinigung WSTA und wird auf America’s-Cup-Yachten ausgetragen. Die erste Regatta fand bereits im November 2009 vor Nizza statt.
Vor Auckland segeln bis zum Finale am 21. März acht Teams um die begehrte Trophäe. weiterlesen »
Der America’s Cup 2010 in Valencia steht in dieser Weise noch immer nicht fest. Erst Mitte Dezember soll eine Entscheidung getroffen werden, ob das prestigeträchtige Segelrennen vor der spanischen Küstenstadt stattfinden kann oder weiter nach einem Austragungsort gesucht werden muss, auf den sich die beiden Teams Alinghi (Titelverteidiger) und BMW Oracle Racing (Herausforderer) einigen können.
Seit geraumer Zeit streiten sich das Alinghi-Chef Ernesto Bertarelli und BMW Oracle Racing-Chef Larry Ellison mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln darum, in welchem Segelrevier der 33. America’s Cup ausgetragen werden soll.
Während das Schweizer Team Alinghi nicht vor Valencia segeln will und mit Proserpine/Airlie Beach und Townsville in Australien zwei Ausweich-Reviere vorgeschlagen hatte, nachdem der New Yorker Supreme Court den Austragungsort Ras al-Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten, den weiterlesen »
Der Americas Cup 2010 wird in seiner 33. Auflage am persischen Golf statt finden. Das nördlichsten der arabischen Emirate, Ras al- Khaimah, setzte Verteidiger und Vorjahressieger Alinghi nach den Richtlinien der Cup-Stiftungsurkunde als Austragungsort fest.
Im Februar 2010 soll die legendäre Segelregatta trotz europäischem Winterhalbjahr nicht auf der Südhalbkugel statt finden, wie in den Richtlinien vorgesehen. Im Laufe des Rechtsstreits zwischen Alinghi und BMW Oracle Racing um die Austragung des 33. America’s Cup kam der Oberste New Yorker Gerichtshof zu dem Urteil, dass das nächste Cup-Duell im Jahr 2010 in Valencia oder ‘an jedem anderen Ort’ stattfinden könne.
Aus diesem Grund sieht sich Alinghi Boss Ernesto Bertarelli nicht an die Richtlinien des America’s Cup von 1887 gebunden und verlegte den Austragungsort auf die Nordhalbkugel.
Im Rahmen des Urteils des New Yorker Richters Herman Cahn mussten die Schweizer den Austragungsort für das nächste Rennen bis genau sechs Monate vor Start der Regatta am 08. Februar 2010 festlegen. Somit wird zum ersten Mal in der 158- jährigen Geschichte des America’s Cup im Mittleren Osten um die älteste Segeltrophäe der Welt gekämpft. Das vom Milliardär Larry Ellison angeführte gegnerische Team, BMW Oracle Racing, hat angekündigt gegen den Verstoß der historischen Stiftungsurkunde mit einer Klage vorzugehen.
Titelverteidiger Alinghi trainierte im Vorjahr 2008 im persischen Golf und fand dort perfekte Segelbedingungen für das Match. ‘Dort herrschen zu dieser Jahreszeit leichte Winde vor, damit haben wir ähnliche Bedingungen wie im Sommer auf dem Mittelmeer. Das ist gut für die Hightech-Boote und bietet absolute Sicherheit für die Crews’, so Fred Mayer Präsident der Schweizer Société Nautique de Genève. Kronprinz Scheich Saud Bin Saqr Al Quasimi freut sich seinerseits über den Entscheid: ‘Die Austragung des America’s Cup in unserem Land reflektiert, was wir als Ziel für Tourismus, Handel und Industrie erreicht haben und spiegelt unsere Integration in die Welt insgesamt wider.’
Titelverteidiger Alinghi (Schweiz) hat eine Liste mit insgesamt 18 Herausforderern veröffentlicht, die 2010 um den America’s Cup kämpfen sollen. Ob die Regatta wirklich realisiert wird, hängt weiterhin vom Ausgang des Rechtsstreits zwischen den Schweizern und BMW-Oracle-Racing ab.
Auch das Team Germany hat sich in die Liste eingeschrieben, um wenigstens die Grundlage für einen Start zu erhalten, sollte das Team noch gerettet werden. “Durch die Einschreibung in diese verbindliche Liste haben wir uns die Chance auf eine Teilnahme gewahrt. Auch durch die unsichere Rechtslage wissen wir zwar noch nicht, wie das Unternehmen finanziert wird, aber das geht auch anderen Teams so”, erklärte der Chef des deutschen Syndikats, Michael Scheeren gegenüber der Sportnachrichten-Agentur sid.
Mit einer Entscheidung im Rechtsstreit beider Kontrahenten wird erst Ende März gerechnet. Sollten die US-Amerikaner gewinnen, besäße die Meldeliste keine Gültigkeit. In Folge dessen käme es nur zu einem direkten Duell zwischen Alinghi und BMW-Oracle.
Alle gemeldeten Teams für den 33. America’s Cup:
Alinghi (Schweiz),
Desafio Espanol, Ayre Challenge (Spanien),
Team Shosholoza (Südafrika),
TeamOrigin (Großbritannien),
Team New Zealand (Neuseeland),
Team Germany (Deutschland),
Green Comm Challenge, Argo Challenge, Mascalzone Latino,
Luna Rossa, Joe Fly, Dabliu Sail Project (Italien),
Victory Challenge (Schweden),
Team Russia (Russland),
Team French Spirit, K-Challenge (Frankreich),
Greek Challenge (Griechenland),
Team China (China)
Jochen Schümann wird beim America’s Cup nicht mit seiner Crew vertreten sein. Deutschlands berühmtester Segler musste nun das Aus für den Rennstall “Platoon” verkünden.
Der Hauptsponsor Audi hat sich wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise aus dem Segelengagement für das Projekt “Platoon powered by Team Germany” zurückgezogen.
“Wir wollten uns in der vergangenen Woche in Ingolstadt treffen, bekamen aber am Abend vorher einen Anruf, dass wir nicht mehr zu kommen brauchen”, erklärte Jochen Schümann. “Audi darf zur Zeit keine neuen Verträge mehr abschließen. Die Firmenspitze hat gerade 100 Millionen Einsparungen eingeleitet”, meinte der dreimalige Olympiasieger enttäuscht weiter, für den der Traum von einem deutschen Team beim America’s Cup nun geplatzt zu sein scheint.
Aber der 54-Jährige will sich nicht so einfach geschlagen geben: „ Noch gebe ich die deutsche Flagge nicht ab. Wir haben noch Restoptimismus, dass nächstes Jahr wieder etwas geht.”
Dieses Team ist nun leider Geschichte:
America’s Cup-Herausforderer BMW Oracle Racing hat dem Titelverteidiger Alinghi nach der letzten juristischen Niederlage ein neues Friedensangebot unterbreitet. Die Amerikaner bieten dem Schweizer Team an, das von ihnen ins Leben gerufene Berufungsverfahren in letzter Instanz zurückzuziehen. weiterlesen »
Wo der 33. America’s Cup stattfinden wird, steht im Moment in den Sternen. Wegen dem dauerhaften Rechtsstreit zwischen Titelverteidiger Alinghi und dem US-Team BMW ORACLE Racing wurde der Vertrag mit der spanischen Stadt Valencia gekündigt. weiterlesen »
Das America’s-Cup-Team Alinghi erzielte gestern im Rechtsstreit mit dem klagenden US-Segelteam BMW Oracle Racing einen Erfolg. Dem Obersten New Yorker Gerichtshof nach soll das Exklusivduell zwischen beiden Yachten frühestens am 12. März 2009 stattfinden.
Vorstellung des Alinghi-Teams:
Beim America’s Cup herrschen nicht endende Rechtsstreitigkeiten. Der Schweizer Cup-Verteidiger Alinghi will eine Eilentscheidung des Obersten New Yorker Berufungsgerichts erzwingen und damit eine Austragung des Duells mit Herausforderer BMW Oracle Racing noch in diesem Jahr verhindern.
Es ist nicht zu übersehen, dass die Schweizer auf Zeit spielen. Der US-amerikanische Gegner wollte das Duell bereits im Oktober 2008. Das Team Alinghi sieht sich nicht vor Mai 2009 dazu gerüstet.”Oracle ist Alinghi offenbar so weit in den Vorbereitungen voraus, dass Alinghi bei einem Duell noch in diesem Jahr chancenlos wäre”, erklärte Team Germanys Sportchef Jochen Schümann.
Nun schöpfen die ausgeschlossenen Teams neue Hoffnung. Sie spekulieren, dass die Berufung möglicherweise zu einer völligen Revision des Urteils führen und doch noch zu einem konventionellen America’s Cup mit allen Jachten kommen könnte. Daran glaubt aber Schümann nicht: “Wer dran glauben mag, soll das tun. Wir bleiben lieber realistisch.“
In einer Pressemitteilung des Golden Gate Yacht Clubs, der BMW Oracle Racing vertritt, teilte Teamsprecher und Rechtsberater Tom Ehman mit: “Unglücklicherweise unterstreicht das Berufungsgesuch nur ihre (Alinghis) Präferenz, seit Tag eins alles zu tun, um ein Duell auf dem Wasser zu vermeiden.” Alinghis Anwalt Lucien Masmejan schlug gleich zurück: “Wir wollen einfach nur ein faires Rennen auf Augenhöhe. Das ist in 2008 unmöglich.”
Die Querelen der beiden großen Konkurrenten Alinghi und BMW Oracle haben inzwischen eine Austragung des America´s Cup im üblichen Turnus unmöglich gemacht. Die zusätzliche Klage von Team New Zealand gegen Allinghi wegen einer Schadensersatzforderung hat die Probleme noch weiter verstärkt, so dass man bei den Sponsoren des Team Germany zu dem Entschluss gekommen ist, das gesamte Team zum 31. März aufzulösen.
Die drei Hauptsponsoren United Internet, die Audi AG und Porsche Consulting sehen keinen Sinn ein Team zu erhalten, für welches es in naher Zukunft keine Verwendung geben wird. Sportchef Jochen Schümann, immerhin Olympiasieger und zweimaliger Sieger des Americas Cup, zeigte sich von dieser Entscheidung enttäuscht: „Ich bin nicht ohne Verständnis für die Entscheidung, aber es ist natürlich hart, ohne Training und Entwicklung weiter nach vorne zu kommen. Die Entscheidung unserer Partner ist verständlich, aber nicht richtig und natürlich für uns als Team schwer zu akzeptieren.”
Allerdings hielten sich die Sponsoren die Möglichkeit offen, bei möglichen zukünftigen Projekten mit an Bord zu sein. Ein ähnliches Projekt wollen die Mannen rund um Jochen Schümann noch ins Leben rufen – eine Grand-Prix-Serie in mehreren europäischen Hafenstädten. Wenn es also möglich ist, die notwendigen Personen dafür zu begeistern, können Segelsport-Fans ein ähnliches Event wie den 2006 vor Kiel ausgetragenen German Sailing Grand Prix erwarten.