Wassersport

Nicht nur für Wasserratten
 


Schwimm-Star Thomas Rupprath hat seine Karriere beendet. Ende letzten Monats verabschiedete sich der 33 -jährige Wahl-Rostocker still und leise vom Schwimmbecken. Er will sich künftig mehr um seine Familie und um sein Sportstudio kümmern.

Hier lebt Thomas Rupprath, in Rostock-Warnemünde @flickr/ hailippe

Thomas Rupprath war mit 1,83 Metern ein verhältnismäßig kleiner Schwimmer, aber stets sehr erfolgreich. „Ruppi“ wurde unglaubliche 77 Mal deutscher Meister und gewann 58 internationale Medaillen.

Thomas Rupprath hört auf mit dem Schwimmen

„Ich habe ein bisschen den Reiz verloren. Es ist außerdem nicht ganz einfach, sich als 33-Jähriger mit zehn Jahre jüngeren Leuten zu messen“, sagte Thomas Rupprath kurz nach der Verkündung seines Karriereendes. Der gebürtige Neusser lebt zusammen mit seiner Frau Urte, Tochter Elisabeth (17) und Sohn Mick Barron (2) seit Jahren in Rostock und will sich zukünftig mehr um sie kümmern. weiterlesen »


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Die Kurzbahn EM 2009 findet in diesem Jahr zum 13. mal statt. Diesmal in Istanbul. Bei dieser  Europameisterschaft im Schwimmen werden 40 Nationen am Start sein. Darunter sind in diesem Jahr auch deutsche Kurzbahn-Schwimmer.

Wer die Kurzbahn-EM 2009 gewinnt steht noch nicht fest, aber es gibt schon definitive Favoriten. Dauern wird die EM drei Tage. Für die Athleten bedeutet dies einem strengem Programm folgen zu müssen und sich stets in Topform zu präsentieren. Dafür bekommen die Zuschauer der Kurzbahn EM auch jede Menge geboten.

Kurzbahn EM 2009©flickr/lanuiop

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 Das DSV-Team zählt nicht mehr zur europäischen Spitze  ©flickr/The Wolf

Nach den Kurzbahn-Europameisterschaften in Rijeka zählt der neue Bundestrainer Dirk Lange die deutsche Mannschaft nicht mehr zur europäischen Schwimm-Elite. Einen Tag nach der EM  kündigte Sportartikel-Hersteller adidas nach der Protestaktion deutscher Schwimmer den Ausrüstervertrag mit dem Deutschen Schwimm-Verband (DSV) fristlos.

„Das zeugt vom momentanen Stand des Schwimmens. Vor uns liegen viel Arbeit und hartes Training”, meinte Sportdirektor Lutz Buschkow zu der Leistung des DSV-Teams. Bei der Kurzbahn-EM 2007 in Debrecen (Ungarn) war das deutsche Team mit 19 Medaillen noch die erfolgreichste Nation. Bei dieser EM erzielten die DSV-Schwimmer in Abwesenheit von Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen nur sechs Medaillen.

Einen Tag nach der Kurzbahn-EM sah die Kündigung durch adidas-Sprecher Oliver Brüggen folgendermaßen aus: „Der Deutsche Schwimm-Verband wurde von adidas heute über die fristlose Kündigung des bestehenden Ausrüstungsvertrags in Kenntnis gesetzt. Die Basis für eine weitere Zusammenarbeit ist auf Grund der jüngsten Ereignisse nicht mehr gegeben.“ Die beiden DSV-Schwimmer Thomas Rupprath und Helge Mueew hatten bei der Kurzbahn-EM gegen die angeblich nicht konkurrenzfähigen Schwimmanzüge des deutschen Sportartikelherstellers mit einem Start in Badehosen protestiert.


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Die deutschen Schwimmer haben bei der Kurzbahn-EM in Rijeka Protest wegen der ungleichen Anzugwahl geübt und den Streit mit dem DSV noch mehr angeheizt. Aber ein paar gute Ergebnisse sind auch zu vermelden.  Währenddessen erzielt die Konkurrenz einen Weltrekord nach dem anderen.

Wegen dem angeblich überlegenen Material der Konkurrenz, die damit in Kroatien schon wieder drei Welt- und fünf Europarekorde aufstellten, sind der Rostocker Thomas Rupprath und Helge Meeuw aus Frankfurt/Main nur in gewöhnlichen Badehosen angetreten.

Paul Biedermann, der letzten Donnerstag 400-Meter-Europameister wurde, wird noch deutlicher und will den Ausrüster des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) nicht mehr akzeptieren. “Ich werde die WM in Rom nicht in adidas schwimmen, das steht für mich fest”, erklärte der 22-Jährige aus Halle/Saale und forderte wie seine Teamkollegen eine freie Anzug-Wahl.

Die 4×50-Meter-Lagenstaffel der Frauen erzielte im Kurzbahn-Becken von Rijeka die Bronzemedaille. Sieger in Weltrekordzeit wurden die Niederländerinnen. Die Italienerin Alessia Filippi wurde über 800 Meter Freistil in 8:04,53 Minuten Europameisterin mit einer neuen Weltbestmarke ebenso wie der Franzose Amaury Leveaux über die 100 Meter  in 45,12 Sekunden.


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Der Weltrekord der 4 x 50Meter-Lagen-Staffel wurde zweimal gebrochen      ©flickr/Dizono

Auch bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Rijeka geht die Rekordflut weiter. Nach drei europäischen Bestmarken in Vorläufen gab es heute zwei Weltrekorde.

Die italienische Staffel sorgte in Kroatien über 4 x 50 Meter Lagen in 1:34,01 Minuten für den ersten Weltrekord. Später knackte Russland in 1:33,77 Minuten noch einmal die junge Weltbestmarke. Den alten Rekord hielten die deutschen Schwimmer vor zwei Jahren (1:34,06), die in Rijeka das Finale mit Platz sieben erreichten.

Paul Biedermann zog in der kroatischen Hafenstadt souverän ins Finale über 400 Meter Freistil mit einer Zeit von 3:39,62 Minuten als Gesamtzweiter ein. Erster wurde der Italiener Federico Colbertaldo in 3:38,49.

Der Franzose Amaury Leveaux schwamm zu einem Europarekord über 50 Meter Freistil in 20,80 Sekunden.  Für einen weitere kontinentale Bestmarke sorgte die Russin Walentina Artemjewa über 50 Meter Brust, die ihre eigene Bestmarke um 3/100 auf 29,83 Sekunden verbesserte.


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Deutschlands Schwimm-Ass Paul Biedermann wird führt das Team des Deutschen Schmimm-Verbandes (DSV) für die Kurzbahn-EM vom 11. bis 14. Dezember in Rijeka anführen. 30 deutsche Athleten werden bei der Europameisterschaft in Kroatien starten. 

Durch die starken Leistungen  bei der letztes Wochenende ausgetragenen Kurzbahn-DM in Essen hätten die DSV-Funktionäre  38 Athleten mitnehmen können, die die geforderten EM-Normen unterboten und 15 deutsche Rekorde erzielten. Paul Biedermann und Johannes Dietrich schwammen sogar zu europäischen Rekorden.

Auch die deutschen Titelverteidiger Janne Schäfer, Thomas Rupprath sowie die beiden 4×50-m-Lagenstaffeln sind gesetzt. Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen wird in Kroatien nicht dabei sein.

Das deutsche Aufgebot lautet wie folgt:

Frauen: Dorothea Brandt (SG Neukölln Berlin), Petra Dallmann, Janne Schäfer (beide SV Nikar Heidelberg), Karoline Degenhardt, Lena Kalla (beide SV Würzburg 05), Franziska Hentke, Theresa Michalak, Daniela Schreiber (alle SV Halle/Saale), Raphaela Piehler (SC Delphin Ingolstadt), Caroline Ruhnau, Daniela Samulski (beide SG Essen), Lisa Vitting (SG Mülheim/Ruhr), Kerstin Vogel (SV Rhenania Köln), Christin Zenner (VfV Hildesheim).

Männer: Florian Abele (SV Nikar Heidelberg), Paul Biedermann (SV Halle/Saale), Dimitri Colupaev (SG EWR Rheinhessen-Mainz), Markus Deibler (TG Biberach), Steffen Deibler (Hamburger SC), Johannes Dietrich (SC Wiesbaden 1911), Rafed El-Masri (SG Essen), Stefan Herbst (SSG Leipzig), Marco Koch, Yannick Lebherz (beide DSW 12 Darmstadt), Leif-Marten Krüger (SC Magdeburg), Helge Meeuw (SG Frankfurt), Johannes Neumann (SC Riesa), Thomas Rupprath (SC Empor Rostock 2000), Felix Wolf (Potsdamer SV), Jan Wolfgarten (SV Würzburg 05).


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