Die stürmische vierten Etappe beim Ocean Race forderte ihr nächstes Opfer. Nach extremen Witterungsbedingungen hat die Crew der schwedischen „Ericsson 3“ ein Leck im Rumpf entdeckt und musste aufgeben. Kurz davor war für die spanische „Telefonica Black“ die härteste Regatta der Welt zu Ende.
Die „Ericsson 3“ Hafen konnte zum Glück den Hafen von Keelung in Taiwan erreichen. Zuvor war das Leben der Mannschaft in Gefahr. „Am frühen Morgen entdeckten wir einen vier Meter langen Riss und ein Loch im Rumpf. Wir sanken! Das Wasser kam schnell herein. Alle haben wie verrückt gearbeitet, gepumpt. Jetzt sitze ich in meinem Überlebensanzug an Deck. Alle Sicherheitsausrüstung ist einsatzbereit. Wenn die Bedingungen wieder schlechter werden, wird unsere Rumpfverstärkung brechen und das Boot sehr schnell sinken“, schrieb Crewmitglied Marcus Morin von Bord.
Wie auch die spanische Yacht „Telefonica Black“, die davor wegen dem Sturm zur Aufgabe gezwungen wurde, will auch die schwedische Yacht zum Hafenrennen am 7. Februar in Qingdao wieder einsatzfähig sein.
Aber um den Sieg der vierten Etappe beim Ocean Race geht es nur noch für fünf Yachten. Gegenwärtig führt auf dem 2500 Seemeilen langen Abschnitt die „Telefonica Blue“ aus Spanien vor der schwedischen „Ericsson 4“ und der US-Yacht „Puma“.
Bei der Hochsee-Regatta Ocean Race geriet das Starterfeld auf der Etappe von Singapur in die chinesische Olympia-Stadt Qingdao in einen starken Sturm. Bei Windgeschwindigkeiten bis zu 50 Knoten und bis zu 14 Meter hohen Wellen musste die Yacht „Telefonica Black“ die Segel streichen.
Die sieben verbliebenen Yachten mussten auf der vierten Etappe zwischen der Philippinen-Insel Luzón und Taiwan an ihre Grenzen gehen. In Führung lag die die „Telefonica Blue“ vor den schwedischen Jachten „Ericsson 3“ und „Ericsson 4“.
Der Sturm war so stark, dass die „Telefonica Black“ aufgeben musste. Das spanische Team hofft aber, den Zielhafen Qingdao aus eigener Kraft zu erreichen. In dem Olympia-Ort der Segler soll am 7. Februar ein Hafenrennen stattfinden. Auch drei weitere Yachten erlitten diverse Schäden und mussten zur Reparatur schützende Buchten anlaufen.
Die letzte Etappe des Ocean Race führt die verbliebenen Teilnehmer von Stockholm nach St. Petersburg. In der russischen Metropole werden die Segler am 25. Juni erwartet. Dann haben die Crews zehn Etappen und 37 000 Seemeilen hinter sich gebracht.
Die vierte Etappe der zehnten Auflage des Ocean Race hat begonnen. Auf dem 2500 Seemeilen langen Abschnitt von Singapur in die chinesische Olympia-Stadt Qingdao machen sich die Teilnehmer auf extrem schwierige Bedingungen gefasst.
Seiben Mannschaften machten sich beim Ocean Race auf den Weg Richtung China. “Die ersten fünf Tage werden okay sein. Dann folgen zwei schlimme Tage. Der Wind wird wie die Hölle wehen, der Wellengang verrückt spielen”, meinte der Skipper der “Ericsson 3“, Magnus Olsson vor dem Start.
Die Segler haben gegenüber der bevorstehenden Etappe, die zwölf bis 14 Tage andauern wird, großen Respekt. In einer Pressemitteilung des Veranstalters war zu lesen: “Der Unterschied zwischen Regatta und Überleben wird von den Teams sehr ernst genommen.” Fragt man sich, warum sich die Skipper einer so großen Gefahr aussetzen müssen.
Noch ein gutes Drittel haben die Teilnehmer vor sich, bevor sie im Juni in St. Petersburg erwartet werden. Gegenwärtig liegt an der Spitze des Feldes die „Ericsson 4” mit 39 Punkten vor der “Telefonica Blue” (33,5 Punkte) und der “Puma” (31).
Die russische Segel-Crew „Kosatka“ musste beim Volvo Ocean Race die Segel streichen. Das Aufgrund von Sponsoring-Problemen ist für das Team des österreichischen Skippers Andreas Hanakamp ist nach einem Drittel der Strecke die Regatta beendet.
Somit befinden sich noch sieben von acht Yachten vor dem Start der vierten Etappe von Singapur in die chinesische Olympia-Segelstadt Qingdao im Rennen. „Wir hatten immer geplant, kommerzielle Partner an Bord zu bringen“, meinte Teamchef Oleg Zherebtsov resignierend. Ich habe das Team in Erwartung dieser zusätzlichen Partner bislang mit meinem Geld finanziert. Die globale Finanzsituation hat die Situation beeinflusst.“
Bei der zehnten Jubiläumsausgabe der bekanntesten Regatta um die Welt führt derzeit die schwedische „Ericsson 4“ im Klassement vor der spanischen „Telefonica Blue“ und der US-Yacht „Puma“. Startschuss zur vierten Etappe, die über 2500 Seemeilen führt, ist am 18. Januar. Die Ocean-Race-Flotte soll Ende Juni im Zielhafen St. Petersburg eintreffen.
Die Fahrt ist für die „Kosatka“ leider beendet:
Die Hochseejacht „Ericsson 4“ aus Schweden hat auf der ersten Etappe des Ocean Race von Alicante nach Kapstadt einen Weltrekord aufgestellt. Die Crew um den brasilianischen Skipper Torben Grael legte als erste Einrumpf-Yacht in 24 Stunden 602,66 Seemeilen zurück. Unterdessen wurde verkündet, dass der America’s Cup 2010 wieder gestartet werden könnte.
Crew-Mitglied Guy Salter aus Großbritannien schilderte in einer E-Mail von Bord die Stimmung so: „In etwa so stelle ich mir den Wiedereintritt des Space Shuttles in die Atmosphäre vor.“ Die Entfernung entspricht einer Strecke von Hamburg zu den Shetlandinseln. Wenn die Bestmarke vom World Speed Record Council (WSSC) in Großbritannien anerkannt wird, ist der Weltrekord offiziell. Der Volvo-Ocean-Race führt in mehreren Etappen um die Welt und endet in St. Petersburg.
Der America’s Cup könnte bald sein Comeback feiern. Der US-Herausforderer BMW ORACLE Racing zeigte sich von Plänen des Titelverteidiger Alinghi, der 2010 den 33. America’s Cup mit mehreren Teams austragen will, nicht abgeneigt. Eine Bedingung der Amerikaner sei eine “faire” Gestaltung der berühmtesten Regatta der Welt.
Die zehnte Auflage des Ocean Race, bei dem die Welt einmal umrundet wird, ist letzten Samstag gestartet worden. Vor Alicante in Spanien gingen acht teilnehmende Segel-Mannschaften bei stürmischen Winden bis zu 30 Knoten auf die erste Etappe.
Mit den widrigen Witterungsverhältnissen kam am besten das schwedische Team „Ericsson 4“ zurecht, die den besten Start erwischten. Die Mannschaft von Skipper und Doppel-Olympiasieger Torben Grael aus Brasilien segelte an der Spitze der Flotte gefolgt von der Jacht „Puma Il Mostro“, bei denen der einzige deutsche Teilnehmer Michael Müller aus Kiel an Board ist. Auf dem dritten Rang verließ das spanische Team „Telefonica Blue“ die Küste von Alicante.
Am Abend vor dem Start zur Weltumsegelung stattete der spanische König den Teams in Alicante einen Besuch ab. Dabei galt sein Hauptaugenmerk den Crews der Zwillingsjachten „Telefonica Blue“ und „Telefonica Black“, denen er sein persönliches Flaggen-Emblem als Glücksbringer überreichte. Die beiden spanischen VO70-Rennjachten befinden sich nach zwei ersten Kurzrennen vor Alicante an der Spitze des Klassements.
Die erste Etappe des Volvo Ocean Race führt von Alicante über 6500 Seemeilen nach Kapstadt. Die schnellsten Crews sollen in der zweiten Novemberwoche dort ankommen. Mit insgesamt 14 Kurzrennen in sieben Häfen und zehn Etappen über 37 000 Seemeilen geht die Jubiläumsauflage der härtesten Regatta der Welt im russischen Zielhafen St. Petersburg zu Ende.