Bei den Deutschen Meisterschaften siegten in Berlin am Wochenende Pavlo Rozenberg aus Aachen und Christin Steuer aus Riesa und qualifizierten sich somit für die Olympischen Spiele. Rozenberg triumphierte vom Drei-Meter-Brett und Steuer holte sich vom Turm den DM-Titel.
Bei den Olympischen Sommerspielen haben die deutschen Slalom-Kanuten sich zwei Medaillen zum Ziel gesetzt. Das meinte der Sportdirektor des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV), Jens Kahl im Kanupark Markkleeberg, als das Olympia-Team vorgestellt wurde.
Großes Aufatmen bei den Langstreckenschwimmern, denn mit Thomas Lurz und Angela Maurer konnten sich gleich zwei Schwimmer bei der Langstrecken-WM in Sevilla für die Olympischen Spiele 2008 in Peking qualifizieren.
Der 28jährige aus Würzburg belegte beim 10-Kilometer Rennen einen ausgezeichneten dritten Platz und konnte sich damit souverän für die Olympischen Spiele qualifizieren, für die er sich jetzt ausgiebig vorbereiten kann. Dabei hatte es auf der anspruchsvollen Ruderregattastrecke auf dem Rio Guadalquivir zunächst gar nicht so gut ausgesehen für Lurz, der auf den letzten 2,5 Kilometern noch ein Loch zuschwimmen musste, aber am Ende nur sechs Sekunden hinter dem Sieger Wladimir Diattschin in einer Zeit von 1:53:27,2 Stunden ins Ziel kam. Zweiter des Rennens wurde Becken-Spezialist David Davies (Großbritannien).
Mit etwas Glück konnte sich die 32jährige Angela Maurer für Olympia qualifizieren. Zwar hatte sie während der gesamten zehn Kilometer in der Spitzengruppe gelegen, aber am Ende fehlte ihr etwas die Kraft, um beim Rennen um den Sieg mitzuschwimmen. Den Wettkampf gewann zum dritten Mal die Russin Laris Ilschenko in einer Zeit von 2:02:02,0 Stunden.
Enttäuschend war die WM für Britta Kamrau-Corestein, die als 39. keine Chance auf Olympia hatte. Dementsprechend war die 29jährige bitter enttäuscht. Gegenüber sport1 äußerte sie: „Ich habe ein Jahr umsonst trainiert. Olympia war mein großes Ziel, aber ich bin geschwommen, als sei es mein erstes Rennen über zehn Kilometer.“
Der beste deutsche Schwimmer Thomas Rupprath schwimmt nun schon seit einem Jahrzehnt in Weltklasseform durch die Becken dieser Welt. In letzter Zeit muss sich der Rostocker immer mehr quälen, um mit den jungen Schwimmern mithalten zu können. Nun denkt er über einen allmählichen Rückzug nach.
Obwohl der deutsche Rücken- und Schmetterlingspezialist noch nicht sofort aufhören möchte, blickt er schon auf seine Laufbahn zurück: „Es war eine unwahrscheinlich schöne, aber auch harte Zeit mit Höhen und Tiefen.“ Bei den kommende Woche beginnenden Europameisterschaften in Eindhoven soll Rupprath für die DSV-Staffel auf Abruf eingesetzt werden. Und die Kurzbahn-WM im April in Manchester wird möglicherweise schon die letzte des achtfachen Weltrekordlers sein. Aber bei den Deutschen Meisterschaften vom 18. bis 23. April in Berlin möchte es der gebürtige Neusser dem Nachwuchs noch einmal zeigen und unbedingt das Olympia-Ticket für Peking ziehen.
Wieder ein Mal werden wir bei den Olympischen Sommerspielen nach dem Motto „Höher, Schneller, Weiter“ neue Materialien erleben, die neue Rekorde möglich machen sollen. Der australische Sportausrüster Speedo legte im Februar vor und präsentierte einen neuen Schwimmanzug, mit dessen Verarbeitungstechnik der Widerstand im Wasser reduziert werden soll.
US-Schwimmstar Michael Phelps, der an der Entwicklung des Anzugs beteiligt war, meinte zu dem Stück: “Ich fühle mich in dem Anzug wie eine Rakete.“ Der sechsfache Olympiasieger von Athen strebt in Peking acht Mal Gold an.
Schwimmstar Grant Hackett, der bei den Spielen zum dritten Mal in Folge Gold über 1500 m Freistil gewinnen will, zeigte sich bei der Präsentation auch begeistert. “Er sieht wie ein Teil aus einem Science-Fiction-Film aus. Man gleitet stromlinienförmig durch das Wasser, als ob man mit einem heißen Messer Butter durchschneidet”, urteilte der Aussi über den “LZR Racer”.
David Robinson, der Vizepräsident des Sportartikelherstellers Speedo, erklärte zu der Entwicklung der Schwimmerhaut: “Wir haben mehrere Millionen Euro in die Entwicklung investiert, hoffen aber natürlich auch auf ein paar Weltrekorde in dem Anzug.” Die Entwicklung, die in Zusammenarbeit mit der NASA und dem australischen Sportinstitut in Canberra erfolgte, hat drei Jahre gedauert.
Dramatischer hätte es für die deutschen Wasserball-Herren gar nicht kommen können. Nach vier souveränen Siegen, unter anderem dem Rekordsieg gegen Mexiko, reichte den Wasserballern ein Unentschieden gegen Weltmeisterschafts-Fünften Italien.
Die Aufgabe hörte sich leichter an als sie letztendlich war. Trotz eines 0:3- und 1:4-Rückstandes reichte es am Ende noch für ein 5:5 gegen Italien. Damit belegen die deutschen Herren den ersten Platz in Gruppe und qualifizieren sich direkt für die Olympischen Spiele in Peking. Die Tore für die deutsche Nationalmannschaft erzielten Mark Politze und Heiko Nossek mit jeweils zwei Treffern sowie Steffen Dierolf. Während das deutsche Team feierte, können die Italiener noch über den Umweg Ausscheidungsspiele sich das Ticket für Olympia sichern.
Damit haben hat die Mannschaft eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass die Qualifikation für Olympia 2004 keine Ausnahme gewesen war. In Athen hatte man nach sehr guten Spielen einen ausgezeichneten 5. Platz belegt. Nun kann man sich voller Vorfreude auf Peking vorbereiten.
Für die in knapp sechs Monaten beginnenden Olympischen Sommerspiele in Peking ist nach fünf Jahren Bauzeit ein gigantischer Schwimmkomplex vor kurzem offiziell fertiggestellt worden. Neben dem gigantischen Nationalstadion wird dieses imposante Bauwerk die zweite Haupt-Wettkampfstätte der 29. Sommerspiele sein.
In dem mit 100 Millionen Euro Baukosten teuren nationalen Schwimmzentrum werden zwischen dem 8. und dem 24. August in den olympischen Wassersportarten Schwimmen, Kunst- und Turmspringen, Wasserball sowie Synchronschwimmen 42 Entscheidungen ausgetragen. Das Aquatic-Center mit dem Spitznamen „Wasser-Würfel“, welches zu den größten Schwimmhallen der Welt zählt, soll 17 000 Zuschauern Platz bieten. Dabei sticht besonders die Optik und Technik dieses Komplexes hervor. Die Fassade wurde in einem besonderen Blauton in Form von Bienenwaben gehalten, der den Anschein erweckt, als würde Wasser sprudeln. Und allein durch Regenwasser soll sie sich selbst reinigen. Das Hallendach ist lichtdurchlässig und muss in einem sehr aufwendigen Arbeitsgang zweimal im Jahr gereinigt werden. Die Oberfläche der Arena besteht aus dem gleichen Material, welches bei der Münchener „Allianz-Arena“ verbaut wurde. Diese spezielle Folie soll Sonnenlicht und Wärme ins Innere leiten
Der „Wasser-Würfel“ wurde vom 1. bis 5. Februar beim Olympiatest einer ersten Bewährungsprobe ausgesetzt, wo sich die deutschen Schwimmer mit den neuen Bedingungen in Peking vertraut machen konnten. Denn die Hoffnung ruht auf der ersten Goldmedaille seit 16 Jahren für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV). Laut Örjan Madsen, dem Sportdirektor des DSV, sollen unsere Athleten in der Arena vier bis fünf Mal Gold gewinnen.
Die deutschen Schwimm-Asse werden sich während der Olympischen Spiele im Aquatic-Center an ungewöhnliche Startzeiten einstellen müssen. Die Finals werden um 10.00 Uhr Pekinger Zeit (4.00 Uhr MESZ) ausgetragen und die Vorläufe sollen am Tag zuvor um 18.30 Uhr Ortszeit (12.30 Uhr MESZ) stattfinden.
Momentan kämpft die deutsche Wasserball-Nationalmannschaft im italienischen Imperia um die letzte Chance, sich ein Olympiaticket zu erobern. Mit dem Sieg gegen Brasilien wurde der Auftakt erfolgreich gestaltet, aber leider unterlag man gestern Russland.
Im weiteren Gruppenverlauf treffen die deutschen Frauen noch auf Griechenland (19.2.), Puerto Rico (20.2) und Italien (21.2.). Sollte es der Frauen-Nationalmannschaft gelingen, auf den ersten drei Plätzen ihrer Gruppe zu landen, qualifizieren sie sich für Zwischenrunde. Dort trifft man dann auf die drei bestplatzierten Teams der zweiten Gruppe, wo Mannschaften wie Kasachstan, Kuba, Ungarn, Tschechien, Kanada und Spanien aufeinandertreffen. In der Zwischenrunde muss man dann mindestens auf dem vierten Platz landen, um sich eines der begehrten Tickets für die Olympischen Spiele 2008 in Peking sichern zu können.
Die deutschen Wasserball-Herren spielen zwischen dem 2. und 9. März im rumänischen Oradea um ihr Olympia-Ticket. In Vorbereitung auf das Qualifikationsturnier testete Bundestrainer Hagen Stamm die Mannschaft gegen Montenegro.
Allerdings sind beide Mannschaften, Frauen als auch Herren, nur Außenseiter. Die letzten Vorstellungen waren leider nicht so erfolgreich, dass ein Olympiaticket in Aussicht stehen würde.
Eine Legende verzichtet auf ihre siebte Olympia-Teilnahme. Wie die deutsche Kanutin Birgit Fischer vor kurzer Zeit verkündete, hegt sie keinerlei Ambitionen auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2008 in Peking.
Für die erfolgsverwöhnten Kanuten kam diese Nachricht nicht überraschend, bedeutet jedoch einen kleinen Rückschlag bei den Medaillenhoffnungen. Auch wenn Birgit Fischer inzwischen 45 Jahre alt ist, konnte sie noch immer in der Weltspitze mitfahren. Die Kanutin ist auch die einzige Athletin, die bei sechs Olympiateilnahmen in Folge immer eine Goldmedaille gewann und vermutlich möchte sie diesen Rekord für die Ewigkeit nicht durch eine unvernünftige Entscheidung gefährden, denn es wäre fraglich, ob sie noch die Möglichkeiten und Fähigkeiten besäße, einen Titel bei Olympia zu erringen.
Bereits im zarten Alter von sechs Jahren kam Birgit Fischer dank ihres Vaters zum Kanusport. Karl-Heinz Fischer war auch zunächst ihr erster Trainer, bis 1970 Harald Borsig das Kommando übernahm und sie an die Spitze der DDR-Kanuten brachte. Ihre erste Goldmedaille errang Birgit Fischer 1980 in Moskau im Einer-Kajak. Der Boykott der DDR der Olympischen Spiele in Los Angeles verhinderte, das zunächst weitere Olympiasiege die Karriere der Birgit Fischer zieren sollten.
Auch von dieser Pause ließ sich die Vorzeigesportlerin nicht aus Ruhe bringen und errang 1988 in Seoul gleich zwei Gold- und eine Silbermedaille. 1992 in Barcelona und 1996 in Atlanta waren es je eine Gold- und eine Silbermedaille. 2000 in Sydney gewann sie im Kajak-Vierer und Kajak-Zweier. Der absolute Höhepunkt war aber Athen 2004, wo sie im Alter von 40 Jahren eine Goldmedaille und eine Silbermedaille mit nach Hause brachte und damit Rekorde für die Ewigkeit schuf.
Natürlich ist es immer etwas schade, wenn eine Legende ihren Rücktritt verkündet, jedoch eröffnet diese auch immer die Chance für nachrückende Athleten.