Die 14. Schwimmweltmeisterschaften finden derzeit in Shanghai statt. Damit ist China zum ersten Mal Gastgeber des Wettkampfes um den WM-Titel in Disziplinen wie Freistil Männer, Synchronschwimmen Frauen, Wasserspringen oder Wasserball. An verschiedenen Terminen 2011 nehmen insgesamt 195 Nationen teil.
Vom 16. bis 31. Juli finden in diesem Jahr 2011 die Schwimmweltmeisterschaften im chinesischen Shanghai statt. Dabei setzte sich China in der Kandidatur gegen das Emirat Katar am Persischen Golf durch. Nachdem 1994 die Deutsche Franziska van Almsick im 200-Meter-Freistil-Rennen bei der Schwimm-WM in Rom die Goldmedaille geholt hatte, machte es ihr 2001 Hannah Stockbauer im 800-Meter-Freistil-Rennen in Fukuoka (Japan) nach. Paul Biedermann und Britta Steffen holten 2009 den WM-Titel für Deutschland. Sascha Klein und Patrick Hausding holten im Synchronspringen die erste Medaille 2011 (silber) für den DSV. Thomas Lurz ergatterte Silber im Freischwimmen über zehn Kilometer. Es bleibt weiter spannend, wer in den 66 Wettkämpfen einen deutschen Titel nach Hause bringt. weiterlesen »
Die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften im Schwimmen finden dieses Jahr in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) Berlin vom 02. bis 06. Juni statt.
Das SSE wurde für Berlins Olympiabewerbung 2000 gebaut und 1999 fertiggestellt. Die Moderne Wasssporthalle verfügt über zwei Wettkampfgeeignete 50m-Becken.
Profischwimmer Hendrik Feldwehr musste sich über die 50 Meter Brust bei der WM in Rom einem starken Schwimmerfeld auf den ersten drei Plätzen geschlagen geben. Der 23-jährige konnte seine Europabestzeit aus der Halbfinalsrunde mit 26,83 Sekunden leider nicht wiederholen und schwamm hinter dem Südafrikaner Cameron van der Burgh, mit erneutem Weltrekord von 26,67 Sekunden, dem Brasilianer Felipe Silva und Mark Gangloff aus den USA ins Ziel.
Einen Tag nach dem Triumph von Paul Biedermann über Michael Phelps hat Hendrik Feldwehr bei der WM in Rom eine weitere Medaille für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) als Vierter über 50 Meter Brust knapp verpasst. weiterlesen »
Langstreckenschwimmer Thomas Lurz feierte bei seinem ersten Saisonsieg im Marathon-Weltcup gleich einen Sieg. Über die olympische Disziplin von 10 Kilometern zeigte der Würzburger dem Europacup-Sieger vom letzten Jahr, Christian Reichert, nur seine Hinterflossen. Im Atlantischen Ozean vor der portugiesischen Küste bei Setubal legte Lurz die Strecke in 1:34:16,50 Stunden zurück.
Diese Generalprobe für die WM 2009 sicherte dem Langstreckenschwimmer, der als erster Deutscher jemals eine Weltmeisterschaft gewonnen hat, das Ticket nach Rom. Damit steht er an der Spitze des siebenköpfigen Schwimm-Teams für die Langstrecken-Wettbewerbe bei den Weltmeisterschaften. Im Juli werden am italienischem Lido di Ostia in Rom die Titel über 5km, 10km und 25km vergeben. Neben dem Würzburger zählt vor allem die Olympiavierte Angela Maurer aus Mainz zu den Medaillenkandidaten. Auch mit dabei ist die Rostockerin Britta Kamrau-Corestein, 25-km-Weltmeisterin von 2007.
Thomas Lurz kam eigentlich wegen seines zwei Jahre älteren Bruders zum Schwimmen. Der leidenschaftliche Fußballer fand gefallen an dem Gedanken Wettkämpfe zu schwimmen. Früh war klar, dass Thomas die langen Strecken am meisten zusagten und schon bald spezialisierte er sich auf die 5km und 10km Rennen im Open Water. Der bisher absolute Höhepunkt in Thomas Lutz’ Karriere ist das Jahr 2006. Hier gewann er jeden Wettkampf zu dem er antrat und konnte unter anderem zwei Europameistertitel und zwei Weltmeistertitel im Open Water erschwimmen.
Am letzten Tag der deutschen Meisterschaften im Schwimmen zeigte der 19 Jährige Marco Koch der das Zeug für die WM in Rom hat. In Berlin löste er im Auftaktrennen sein Ticket mit einem Europarekord über die 200-Meter Brust.
Tags darauf noch Drittplatzierter über die Länge von 100-Meter Brust, verpasste er leider die Qualifikation trotz einer hervorragenden Zeit. Dann über die 200-Meter lag der Darmstädter in 2:08,33 Minuten ganze 35/100 unter der alten Bestmarke des Ungarn Daniel Gyurta vom August 2008. Auch der zweitplatzierte Johannes Neumann aus Riesa blieb in 2:09,87 Minuten deutlich unter dem alten deutschen Rekord von 2:11,97 Minuten des aus Erlangen stammenden Andreas Lösel.
Auch Britta Steffen erreichte wie erwartet mit neuer Weltbestzeit über die 100-Meter Freistil in 52,56 Sekunden die Teilnahme an der WM in Rom. In drei Wochen will die Doppel-Olympiasiegerin wieder angreifen und den noch fehlenden WM-Titel holen.
Der Deutsche Paul Biedermann empfahl sich ebenfalls mit Europarekord am Schlusstag der Deutschen Meisterschaft für Rom.
In Essen finden am Wochenende die Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften statt. Unter anderem werden Weltrekordler Paul Biedermann und Thomas Rupprath um den nationalen Titel kämpfen. Der neue DSV-Bundestrainer Dirk Lange will aber besonders den Nachwuchs unter die Lupe nehmen.
Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen, Antje Buschschulte und Anne Poleska werden in Essen nicht antreten. DSV-Coach Dirk Lange meinte zur gegenwärtigen Situation der deutschen Schwimmer: “Der deutsche Schwimmsport ist besser, als er sich in Peking verkauft hat.” Nun will der vor allem Nachwuchsschwimmer wie den Junioren-Europameister und deutschen Rekordhalter Marco Koch, die 16 Jahre alte Weltcup-Siegerin Theresa Michalak und Junioren-Weltmeister Dimitri Colupaev genauestens beobachten.
Paul Biedermann, der beim Weltcupfinale in Berlin dem Ex-Schwimmstar Ian Thorpe aus Australien den Weltrekord über 200m Freistil auf der Kurzbahn wegschnappte, wird bei der DM über 100, 200, 400 und 800m Freistil starten. “Wenn ich an den Start gehe, will ich auch möglichst schnell schwimmen. Ich werde alles geben”, meinte der 22-Jährige kämpferisch.
Zehn Tage darauf werden sich die DSV-Athleten bei der EM in Rijeka/Kroatien vom 11. bis 14. Dezember mit der europäischen Elite messen.
Die DSV-Schwimmer haben bei den Deutschen Schwimm-Meisterschaften in Berlin der Konkurrenz in Übersee gezeigt, dass sie bei Olympia ein Wörtchen mitreden wollen. Britta Steffen setzte am letzten Tag des Qualifikations-Wettbewerbs mit deutscher Bestzeit von 24,19 Sekunden über 50 Meter Freistil noch einmal ein deutliches Ausrufezeichen.
Sieger Thomas Rupprath (52,05 Sekunden) und Benjamin Starke (52,23) erreichten die Olympia-Norm über 100 Meter Schmetterling. Titelverteidigerin Jaana Ehmcke konnte es kaum glauben, dass sie in 8:26,70 Minuten überraschend die Olympia-Qualifikation über 800 Meter Freistil geschafft hat: “Ich bin überwältigt”, meinte sie zu ihrer schnellen Zeit.
Einen Tag nach ihrer Europabestzeit über 100 Meter Freistil schwamm Steffen wieder einen Rekord. Nur um 1/10 Sekunde verfehlte die Berlinerin die europäische Bestmarke der Niederländerin Marleen Veldhuis. Die vierfache Europameisterin von Budapest 2006, traut sich für Olympia einiges zu: “In Peking will ich über 100 Meter Freistil Weltrekord schwimmen.”
Bei den Deutschen Schwimm-Meisterschaften in Berlin siegte am Dienstag Britta Steffen über 100 Meter Freistil mit Europarekord. Über ihre Paradestrecke löste die Berlinerin souverän das Olympia-Ticket in 53,20 Sekunden.
Britta Steffen war sichtlich erleichtert. Mit diesem Europarekord fiel eine große Last von ihr. Mit erhobenen Zeigefinger signalisierte sie allen: Ich kann’s. Die wegen ihrer Staffel-Absage in die Kritik geratene Berlinerin untermauerte ihre Gold-Ambitionen für Olympia. “Mir sind ganz schön viele Wackersteine vom Herzen gefallen. Jetzt bin ich einfach glücklich und zufrieden”, meinte sie erleichtert.
Steffen ließ über ihre Paradedisziplin der Konkurrenz keine Chance. Petra Dallmann (Heidelberg) war als Zweite in 54,90 Sekunden ein dickes Stück hinter ihr. “Ich war ganz schön neben mir wegen der schlimmen Artikel”, erläuterte Steffen, nachdem sie sich heftiger Kritik ausgesetzt sah. “Und ich denke, das war die richtige Antwort auf die Diskussion über meinen 200-Meter-Rückzug
Auch Buschschultes Freund Helge Meeuw löste nach seinem Europarekord über 100 m Rücken in 1:57,92 Minuten das Olympia-Ticket über 200 m. Aber er übte nach diesem Resultat auch Selbstkritik: “Die Zeit ist international gesehen nicht gut genug.”
Bei den Deutschen Schwimm-Meisterschaften in Berlin gewann am Montag Steffen Deibler über 100 Meter Freistil in 48,55 Sekunden. Damit stellte der Biberacher einen neuen deutschen Rekord auf und qualifizierte sich für Olympia. Harte Kritik musste Britta Steffen wegen ihrem Verzicht auf die 200 Meter einstecken.
Bei der Olympia-Qualifikation der deutschen Schwimmer sorgte vor allem die Absage von Steffen über die 200m, der auch ein Verzicht auf die olympische Staffel einschließen würde, für reichlich Diskussionsstoff. “Ich finde es inzwischen fast eine Frechheit”, argumentierte Annika Lurz Steffens Absage an die Staffel. “Ich will ihr nichts Böses unterstellen, aber ich finde es unfair den anderen gegenüber. Ich denke, es sollte auch eine Ehre sein, für Deutschland zu schwimmen, vor allem in der Staffel”, meinte Lurz weiter.
Bei den Deutschen Schwimm-Meisterschaften in Berlin fielen am Samstag drei Rekorde. Helge Meeuw und Sarah Poewe erzielten Europarekord und Paul Biedermann sicherte sich deutschen Rekord. Weitere Tickets für Peking zogen Thomas Rupprath, Steffen Deibler und Sonja Schöber.
Poewe zeigte sich völlig überrascht nach ihrem Rekord. “Das ist ein absoluter Hammer”, erklärte die Wuppertalerin, die die gemeinsame Bestmarke von Emma Igelstroem (Schweden) und Anna Chlistunowa (Ukraine) in 1:07,10 Minuten um 17 Hundertstelsekunden unterbot. Die Dortmunderin Sonja Schöber (1:08, 17) qualifizierte sich mit dem zweiten Platz auch für Peking.
Leider verpasste auch Annika Lurz über 400m Freistil in 4:08,48 Minuten die Norm um eine Zehntelsekunde. Die Würzburgerin hofft nun am Sonntag über 200m auf die Qualifikation. Über diese Distanz ist Lurz Vize-Weltmeisterin.