Der der Franzose Vincent Riou musste nach der dramatischen Rettung seines Landsmannes Jean Le Cam nun auch aus der Einhand-Regatta um die Welt aussteigen. Der Mast seiner Yacht „PRB“ ist zehn Seemeilen vor Kap Hoorn gebrochen. Von 30 gestarteten Skippern sind nun nur noch zwölf Yachten im Rennen.
Vincent Riou wurde gemeinsam mit dem von ihm geretteten Jean Le Cam von einem chilenischen Patrouillenboot nach Port Williams auf Feuerland, dem südlichsten Hafen der Welt, geschleppt. „Wir sind müde, stehen hier mit hängenden Armen“, meinte Riou in Port Williams nach seinem Vendée-Globe-Ausstieg.
Zum engen Favoritenkreis bei der härtesten Einhand-Segel-Regatta der Welt gehören derzeit die Franzosen Michel Desjoyeaux und Roland Jourdain. Noch ein Viertel der Strecke von insgesamt 24 840 Seemeilen müssen die besten Segler durch den Atlantik noch bewältigen. Samantha Davies aus Großbritannien befindet sich auf Platz vier.
Der bei der Einhand-Regatta Vendee Globe gekenterte Segler Jean Le Cam ist nach 17-stündigem Überlebenskampf vor Kap Hoorn von einem Konkurrenten gerettet worden. Der 49-jährige Franzose wurde von der kleinen Yacht “PRB” von Vincent Riou geborgen.
“Es geht Jean gut. Er hat gerade 24 Stunden hinter sich, die, wenn nicht die schlimmsten sicher auch nicht die angenehmsten seines Lebens waren. Er und ich, wir sind beide froh, dass wir hier sind, denn vor ein paar Stunden schien das nicht so selbstverständlich”, meldete Vincent Riou dem Hauptquartier der Vendée Globe nach einer dramatischen Rettungsaktion.
Das sechste Vendée Globe wird als Höllenritt in die Segel-Historie eingehen. Von 30 am 9. November in Les Sables D’Olonne gestarteten Einhand-Seglern sind mit Jean Le Cam nun schon 17 Teilnehmer ausgeschieden.
Unter den verbliebenen 13 Abenteurern befinden sich mit den Britinnen Samantha Davies (5.) und Dee Caffari (8.) auch zwei Frauen. An der Spitze liegt derzeit Michel Desjoyeaux. Der Franzose hat von 24 840 Seemeilen noch ein Viertel der Strecke bis zum Start-und Zielhafen vor sich.
Der Einhand-Segler Jean Le Cam erlitt bei der Vendée Globe vor Kap Hoorn Schiffbruch. Der Franzose gab ein SOS-Signal ab. Aber ein direktes Lebenszeichen des Seglers erhielten die Organisatoren nicht.
Helfer der Vendée Globe hoffen, dass sich Jean Le Cam im Inneren seiner Yacht, die Kiel-oben schwimmend vermutet wird, befindet und auf Hilfe wartet. Von der Yacht „VM Materiaux“, welche ungefähr 200 Meilen vor Kap Hoorn Schiffbruch erlitt, wurde sieben Stunden nach dem ersten SOS-Signal ein zweites Notsignal aktiviert, welches nur manuell ausgelöst werden kann.
„Wenn sich ein Segler auf einem durchgekenterten Schiff in eine Luftblase retten konnte, hat er auf diesen Booten vom Typ Open 60 die Möglichkeit, den Heckausstieg zu nutzen“, sagte der Weltumsegler Tim Kröger. Laut dem Hamburger sei auf jeder Seite im Heck eine wasserdichte Luke, die man von innen und außen öffnen kann. Diese Aktion wird Le Cam aber erst durchführen, wenn sichere Hilfe in Anfahrt ist.
Der Teilnehmer der Weltumsegelungs-Regatta Vendee Globe, Yann Elies, wurde letzten Samstag durch eine Fregatte gerettet. Der Franzose hatte im Indischen Ozean auf dem Weg nach Australien nach einem verunglückten Manöver einen Oberschenkelknochenbruch erlitten.
Zuvor musste Yann Elies zwei Tage mit starken Schmerzen allein an Bord seiner Yacht „Generali“ verharren. Sein Konkurrent und Landsmann Marc Guillemot versuchte mit seiner Yacht „Safran“ schon letzten Freitag Elies zu helfen. Aber durch den schweren Seegang konnte der Franzose erst einen Tag später durch eine waghalsige Rettungsaktion mit einem Schlauchboot geborgen werden.
Die angeforderte Fregatte „Arunta“ war aus Perth (Australien) auf dem Weg zu dem Verunglückten. An Bord des Schiffes wurde Elies ärztlich versorgt. „Die Jungs habe perfekte Arbeit geleistet. Es war wie ein Traum, erschien irgendwie nicht real“, meinte der Helfer Guillemot.
Bei der Einhand-Weltumsegelung sind von insgesamt 30 Teilnehmern schon 12 Skipper aus dem Rennen. Die schnellsten Segel-Yachten werden den Start- und Zielhafen Les Sables D`Olonne der Vendee Globe an der französischen Westküste nach insgesamt 24 275 Seemeilen voraussichtlich Ende Februar wiedersehen.
Bei der Vendée Globe segeln 30 Skipper alleine um den Globus gegeneinander. Das härteste Einhand-Segelrennen der Welt startete am 9. November, dauert zirka vier Monate und führt über 27.000 Seemeilen, wobei nicht einmal gehalten werden darf.
Der Startschuss zu dieser verrückten Regatta fiel im französischen Les Sables d’Olonne. Die 30 Skipper, worunter zwei Frauen vertreten sind, segeln durch den Atlantik, rund um das Kap der Guten Hoffnung. Danach wird der antarktische Kontinent umrundet vorbei am Kap Leeuwin und am Kap Hoorn. Dann geht es wieder Richtung Frankreich. Dabei darf einzig der Wind als Antrieb verwendet werden. Eine Motor-Antriebswelle für den Notfall ist plombiert. Sollte diese Plombe gebrochen werden, wäre die Disqualifikation unabdingbar.
Der Gewinner der letzten Vendée Globe im Jahre 2005, Vincent Riou, benötigte sage und schreibe 87 Tage. Auch in diesem Jahr wird der Franzose wieder mit von der Partie sein.
Die Ausrüstung kostet ein Vermögen. Komischerweise sparen die modernen Abenteurer aber bei der Verpflegung. Über die mehreren Monate ernähren sich die Einhand-Segler nur von Müsli mit Milchpulver und Nudeln mit Gewürzen.
Die Segel-Route um das Kap der Guten Hoffnung und der Part zwischen Neuseeland und Kap Hoorn gelten bei den verrücktesten Seglern der Welt als am gefährlichsten. Gerade beim letzten Abschnitt drohen extrem hohe Wellenberge. Auch schnelle Hilfe kann bei einem möglichen Unfall nur von der Konkurrenz kommen. Einen Skipper aus der Luft zu retten ist wegen der enormen Entfernungen zum Land nicht möglich und angeforderte Schiffe wären tagelang bis zur Unfallstelle unterwegs. Na dann Mast- und Shotbruch!!!